Drei Anlagenmechaniker im Heizungsraum an Kupferleitungen und Speicher

Anlagenmechaniker SHK: was der Beruf zahlt und verlangt

Was Anlagenmechaniker SHK verdienen, wie Neubau und Kundendienst sich unterscheiden und was Notdienst heißt. Gehalt mit Quelle, neue Stellen per Nachricht.

Gerade ist in diesem Beruf nichts offen.

Trag dich trotzdem ein. Für diesen Beruf suchen wir immer wieder, und kommt etwas herein, sagen wir es dir.

Wie es um Anlagenmechaniker SHK steht

Was Anlagenmechaniker SHK wirklich machen

Kaum ein Handwerksberuf hat sich in den letzten Jahren so verändert wie dieser, und kaum einer wird so ungenau ausgeschrieben. In den meisten Anzeigen steht dasselbe Wort für zwei Arbeitswelten, die kaum noch etwas miteinander zu tun haben.

Die eine ist das Bad. Sanierung im Bestand, Rohre, Fliesenanschlüsse, Kundenwohnungen, oft allein oder zu zweit, viel Umgang mit Leuten, die nebenan wohnen, während du arbeitest. Es ist die Seite des Berufs, in der Handwerk im engen Sinn steckt: sauber arbeiten, dicht bekommen, Dreck wieder wegmachen.

Die andere ist die Wärme. Heizung, Wärmepumpe, Speicher, Hydraulik, Regelung. Seit die Wärmepumpe zum Regelfall geworden ist, ist aus dem Heizungsbau ein halb elektrischer Beruf geworden. Wer versteht, wie ein hydraulischer Abgleich funktioniert und warum eine Anlage trotz richtiger Kennlinie nicht läuft, ist im Moment das Knappste, was der Markt kennt.

Das erklärt auch die Spanne beim Geld. Zwischen dem unteren und dem oberen Viertel liegen bei gleichem Gesellenbrief rund 1.200 Euro im Monat, die Zahlen dazu stehen weiter unten mit Quelle. Das ist kein Zufall und keine Willkür: Bad und Wärme sind zwei Arbeitsmärkte, und Betriebe, die beides mit einer einzigen Anzeige suchen, treffen keinen von beiden.

Dazu kommt eine dritte Richtung, die selten in Anzeigen auftaucht: Kälte und Klima. Lüftungsanlagen, Klimatechnik, Kältemittel, oft in Gewerbe und Industrie statt im Wohnhaus. Der Weg dorthin führt fast immer über den Sachkundenachweis, und der ist einer der wenigen Scheine im Handwerk, der sich beim Gehalt sofort bemerkbar macht.

Was du in allen drei Richtungen brauchst, ist die Bereitschaft, dich neu einzuarbeiten. Wer vor zwanzig Jahren gelernt hat, hat weder Wärmepumpe noch Regelung im Lehrplan gehabt. Das ist kein Nachteil, solange der Betrieb es einplant. Betriebe, die stattdessen erwarten, dass du alles schon kannst, suchen erfahrungsgemäß seit Jahren erfolglos und werden es weiter tun.

Und noch etwas, das in keinem Inserat steht: Notdienst. Er ist in diesem Beruf der Punkt, an dem sich Betriebe am deutlichsten unterscheiden. Manche fahren ihn im festen Wechsel mit klarer Bezahlung, manche rufen einfach den an, der abhebt. Frag danach, bevor du unterschreibst. Es ist die Frage, deren Antwort du zwei Jahre später am stärksten spürst.

Der zweite Punkt, der selten zur Sprache kommt, ist die Kolonne. Ob du allein zum Kunden fährst oder zu zweit, ob ein Helfer dabei ist und wer das Material vorbereitet, entscheidet über deinen Tag mehr als der Stundenlohn. In einem gut geführten Betrieb liegt das Material morgens im Wagen. In einem schlecht geführten stehst du um halb acht im Großhandel und holst nach, was jemand vergessen hat, und diese Stunde bezahlt dir niemand.

Was du als Anlagenmechaniker SHK machst

  • Heizungsanlagen einbauen, austauschen und in Betrieb nehmen, zunehmend Wärmepumpen
  • Bäder sanieren, vom Rohbauanschluss bis zur fertigen Montage
  • Hydraulischen Abgleich rechnen und einstellen, Regelung parametrieren
  • Störungen an Heizung und Warmwasser suchen und beheben
  • Wartungen durchführen und dokumentieren, im Wohnbau wie im Gewerbe

Was du mitbringen musst

  • Abgeschlossene Ausbildung als Anlagenmechaniker SHK, Heizungsbauer oder Installateur. Bei einem Teil der Stellen zählt langjährige Erfahrung genauso.
  • Führerschein Klasse B. Ohne ihn geht in diesem Beruf praktisch nichts.
  • Erfahrung mit Wärmepumpen oder die Bereitschaft, sie sich anzueignen. Beides sagen wir dem Betrieb vorher, damit du nicht am ersten Tag ins kalte Wasser fällst.
  • Umgang mit Kunden in deren Wohnung. Im Bad und im Bestand ist das die halbe Arbeit.

Häufige Fragen

Erfährt mein Arbeitgeber, dass ich mich umsehe?

Nein. Wir rufen dich auf deiner Nummer an, nicht in der Firma, und dein Name geht erst zu einem Betrieb, wenn du bei genau diesem Betrieb Ja gesagt hast.

Ich habe noch nie eine Wärmepumpe eingebaut.

Das gilt für die meisten, die sich bei uns melden. Entscheidend ist, ob der Betrieb es einplant. Wir fragen das vorher ab und sagen dir, wie eingearbeitet wird, bevor du zum Gespräch gehst.

Wie ist das mit dem Notdienst?

Sehr unterschiedlich, und deshalb fragen wir bei jeder Stelle danach: fester Wechsel oder Zuruf, wie vergütet, wie oft. Was der Betrieb antwortet, steht in der Anzeige. Wenn dort nichts steht, haben wir keine belastbare Antwort bekommen, und das sagen wir dir auch.

Ich will raus aus dem Bad und rein in die Wärme.

Das ist ein üblicher Wechsel und meistens der bessere Zeitpunkt, um über Geld zu reden. Sag es uns im ersten Gespräch, dann schlagen wir dich nicht für Stellen vor, die zu neunzig Prozent Sanierung sind.

Was kostet mich das?

Nichts. Unsere Arbeit bezahlt der Betrieb, der eine Fachkraft sucht. Für dich ist die Bewerbung kostenlos.

Nichts Passendes gefunden?

Initiativ bewerben

Fünf kurze Fragen, kein Lebenslauf nötig. Wir melden uns, sobald etwas in deiner Nähe frei wird.