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Glossar · Personalsuche im Handwerk

Glossar: Begriffe rund um die Personalsuche im Handwerk

Wer Personal sucht, hört schnell Wörter wie Vakanzzeit, Active Sourcing oder Konzessionsträger. Wer ausrechnet, was eine offene Stelle kostet, stößt auf Deckungsbeitrag und Fixkosten. Hier stehen 41 davon. Alphabetisch sortiert und in Alltagsdeutsch erklärt.

Fachlich geprüft von Jan-Luka Koch und Sascha Kruse, Strategieberatung
Stand

Abwerbung

Abwerbung heißt: Du sprichst eine Fachkraft an, die bei einem anderen Betrieb arbeitet. Und du bietest ihr eine Stelle an. Das ist nicht von vornherein verboten. Jeder Arbeitnehmer darf den Arbeitgeber wechseln, wenn er seine Kündigungsfrist einhält. Unlauter wird es, wenn ein Mitbewerber gezielt behindert wird. So steht es im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (§ 4 Nr. 4 UWG). Wo genau die Grenze liegt, entscheiden Gerichte im Einzelfall. Wie eine saubere Ansprache abläuft, zeigt die Seite zum Social Recruiting.

Mehr dazu: Social Recruiting

Active Sourcing

Active Sourcing ist der englische Fachbegriff für die aktive Suche nach Bewerbern. Der Betrieb wartet nicht auf Bewerbungen. Er sucht selbst passende Leute und spricht sie an. Oder ein Dienstleister macht das für ihn. Das geht in Karrierenetzwerken, in sozialen Netzwerken oder über Empfehlungen. Gemeint sind vor allem Fachkräfte, die gerade nicht suchen. Man nennt sie passive Kandidaten. Wie das bei Handwerkern aussieht, erklärt die Seite Social Recruiting im Handwerk.

Mehr dazu: Social Recruiting im Handwerk

Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit)

Arbeitnehmerüberlassung heißt im Alltag Zeitarbeit oder Leiharbeit. Die Fachkraft bleibt beim Verleiher angestellt. Sie arbeitet aber in deinem Betrieb und nach deinen Anweisungen. Der Verleiher braucht dafür eine Erlaubnis (§ 1 AÜG). Denselben Leiharbeitnehmer darfst du grundsätzlich höchstens 18 Monate am Stück einsetzen, also anderthalb Jahre. Unterbrechungen bis drei Monate zählen mit. Tarifverträge können davon abweichen. Im Baugewerbe gilt eine Sonderregel (§ 1b AÜG). Für Arbeiten, die üblicherweise Arbeiter erledigen, ist Zeitarbeit dort bis auf Ausnahmen nicht erlaubt. Wann Zeitarbeit passt und wann eine Vermittlung, zeigt der Ratgeber Personalvermittlung oder Zeitarbeit.

Mehr dazu: Personalvermittlung oder Zeitarbeit

Auftragsstau

Auftragsstau heißt: Es liegen mehr Aufträge vor, als dein Team gerade abarbeiten kann. Die Kunden warten, aber sie sind noch da. Ein Stau ist deshalb noch kein Verlust. Teuer wird er, wenn Kunden abspringen oder du neue Aufträge gar nicht mehr annimmst. Dann wird aus dem Stau ein Auftragsverlust. Wie du beides auseinanderhältst, zeigt der Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?.

Mehr dazu: Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Auftragsverlust

Ein Auftragsverlust ist ein Auftrag, der endgültig nicht zustande kommt oder wegfällt. Etwa weil du absagen musst und ein anderer Betrieb ihn übernimmt. Oder weil der Kunde nicht so lange warten will. Nur solche Aufträge zählen im Kostenrechner als verloren, verschobene nicht. Dir fehlt dabei der Deckungsbeitrag, nicht der ganze Auftragswert. Rechnen kannst du das im Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?. Woran du solche Verluste im Alltag erkennst, steht im Ratgeber Auftragsverluste durch Personalmangel.

Mehr dazu: Auftragsverluste durch Personalmangel

Auslastung

Auslastung beschreibt, wie viel der verfügbaren Arbeitszeit tatsächlich genutzt wird. Meist als Prozentwert: genutzte Stunden geteilt durch verfügbare Stunden. Was als genutzt zählt, legt jeder Betrieb selbst fest. Zum Beispiel nur abrechenbare Stunden oder auch Fahrzeit und Lager. Deshalb lassen sich Werte zweier Betriebe kaum vergleichen. Ist dein Team dauerhaft voll ausgelastet, fehlt der Puffer für Krankheit, Urlaub und neue Aufträge. Siehe auch produktive Stunden und Kapazitätsengpass.

Bewerbungsquote

Die Bewerbungsquote setzt die Zahl der Bewerbungen ins Verhältnis zu einem Ausgangswert. Das kann die Zahl der Besucher einer Stellenseite sein oder die Zahl der Leute, die eine Anzeige gesehen haben. Ohne diesen Bezugswert sagt die Quote nichts. Frag deshalb immer: Bewerbungen im Verhältnis wozu? Eine hohe Quote heißt außerdem nicht, dass die Bewerber passen. Das zeigt erst die Vorqualifizierung oder das Gespräch.

Cost per Application

Cost per Application ist englisch und heißt Kosten je Bewerbung. Gemeint sind meist die Werbekosten einer Anzeige, geteilt durch die Zahl der Bewerbungen, die darüber kamen. Die Zahl hilft, Anzeigen miteinander zu vergleichen. Über die Eignung der Bewerber sagt sie nichts. Zehn günstige Bewerbungen, von denen keine passt, bringen dir weniger als eine teurere, die zur Einstellung führt. Mehr sagt deshalb der Cost per Hire.

Cost per Hire

Cost per Hire ist englisch und heißt Kosten je Einstellung. Du zählst zusammen, was die Suche gekostet hat, und teilst durch die Zahl der Einstellungen. Wichtig ist, vorher festzulegen, was dazugehört. Etwa Anzeigen, Dienstleister, deine Zeit für Gespräche und die Einarbeitung. Wer anders abgrenzt, kommt zu ganz anderen Werten. Was eine Stelle kostet, die offen bleibt, ist eine eigene Rechnung. Die steht im Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?.

Mehr dazu: Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist, was von einem Auftrag übrig bleibt, nachdem die Kosten abgezogen sind, die nur wegen dieses Auftrags anfallen. Im Handwerk sind das vor allem Material, Fremdleistungen und der Lohn der Leute, die den Auftrag ausführen. Diese Kosten heißen variable Kosten. Mit dem Deckungsbeitrag zahlst du deine Fixkosten, etwa Miete, Fahrzeuge und Verwaltung. Erst was danach bleibt, ist Gewinn. Fehlt ein Auftrag, fehlt dir genau sein Deckungsbeitrag. Damit rechnet der Kostenrechner im Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?.

Mehr dazu: Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Deckungsbeitragsquote

Die Deckungsbeitragsquote ist der Deckungsbeitrag geteilt durch den Umsatz, meist als Prozentwert. Ein frei gewähltes Beispiel: Bleiben von einem Auftrag über 10.000 € netto nach Material, Fremdleistung und Lohn 3.000 € übrig, liegt die Quote bei 30 Prozent. Die Quote schwankt je nach Gewerk und Auftrag. Deine eigene kennst du aus der Buchhaltung oder von deinem Steuerberater. Im Kostenrechner trägst du sie als „Deckungsbeitrag in Prozent“ ein. Er steht im Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?.

Mehr dazu: Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Direktansprache

Direktansprache heißt: Du sprichst eine bestimmte Fachkraft gezielt und persönlich an. Meist per Telefon oder Nachricht. Bei einer Stellenanzeige meldet sich der Bewerber bei dir. Hier ist es umgekehrt: Du gehst auf ihn zu, oder ein Dienstleister macht das für dich. Das lohnt sich vor allem für Stellen, auf die kaum jemand antwortet. Etwa für einen Bauleiter oder Meister. Ob das erlaubt ist, steht oben unter Abwerbung.

Mehr dazu: Bauleiter

Einarbeitungskosten

Einarbeitungskosten sind Zeit und Geld, die anfallen, bis eine neue Fachkraft ihre Aufgaben selbständig erledigt. Ein erfahrener Kollege erklärt Abläufe und Baustellen und schafft in der Zeit weniger. Die neue Person arbeitet anfangs langsamer und braucht öfter Rückfragen. Wie hoch das ausfällt, hängt von Stelle und Betrieb ab. Eine feste Größe gibt es nicht. Wie du die ersten Wochen gut planst, steht im Ratgeber Onboarding im Handwerk.

Mehr dazu: Onboarding im Handwerk

Einstellungsgarantie

Mit einer Einstellungsgarantie werben manche Personaldienstleister. Gemeint ist meist eine Zusage für den Fall, dass niemand eingestellt wird. Oder dass die neue Fachkraft früh wieder geht. Das kann eine kostenlose Nachbesetzung sein oder Geld zurück. Ein Gesetz legt den Begriff nicht fest. Was gilt, steht allein im Vertrag: unter welchen Bedingungen, wie lange und mit welcher Leistung.

Engpassberuf

Ein Engpassberuf ist ein Beruf, in dem Betriebe ihre Stellen nur schwer besetzen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) prüft das einmal im Jahr in ihrer Engpassanalyse. Dafür nutzt sie sechs Anzeichen, zum Beispiel wie lange Stellen offen bleiben. Jeder Beruf bekommt Punkte. Ab 2,0 gilt er als Engpassberuf, unter 1,5 nicht. Dazwischen beobachtet die BA weiter. Je höher der Wert, desto knapper die Leute. Was das fürs Handwerk heißt, steht im Ratgeber Fachkräftemangel im Handwerk.

Mehr dazu: Fachkräftemangel im Handwerk

Entgangener Umsatz

Entgangener Umsatz ist der Wert von Aufträgen, die tatsächlich nicht zustande gekommen sind. Gerechnet wird netto, also ohne Mehrwertsteuer. Das ist nicht dasselbe wie entgangener Gewinn. Von diesem Umsatz hättest du noch Material, Fremdleistung und Lohn bezahlt. Was dir wirklich fehlt, ist der Deckungsbeitrag. Aufträge, die nur später kommen, zählen nicht dazu, siehe verschobener Auftrag. Den Unterschied zeigt der Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?.

Mehr dazu: Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Entgeltatlas

Der Entgeltatlas ist ein Angebot der Bundesagentur für Arbeit im Internet. Er zeigt für einzelne Berufe, was Vollzeitkräfte im Monat brutto verdienen. Angegeben ist der Median: Die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger. Dazu kommen Werte nach Bundesländern und für ausgewählte Großstädte. Grundlage sind die Meldungen zur Sozialversicherung. Auszubildende zählen nicht mit. Auf unseren Seiten zu den Gewerken nennen wir Werte aus dem Entgeltatlas mit Quelle und Stand.

Mehr dazu: Seiten zu den Gewerken

Erstgespräch

Das Erstgespräch ist das erste Gespräch mit einem Anbieter, der für dich Personal sucht. Es findet statt, bevor ein Auftrag entsteht. Es klärt, welche Stelle offen ist und was du bietest. Und ob die Suche in deiner Region Aussicht auf Erfolg hat. Bei uns dauert es 15 Minuten und ist kostenlos. Wir sagen dir auch, wenn wir dir nicht helfen können. Einen Termin bekommst du über die Anfrage für deinen Betrieb.

Mehr dazu: Anfrage für deinen Betrieb

Fachkräftelücke

Die Fachkräftelücke ist eine rechnerische Größe für Fachkräfte, die am Arbeitsmarkt fehlen. Ein verbreiteter Ansatz zählt offene Stellen, für die es keine passend ausgebildeten Arbeitslosen gibt. Wie genau gerechnet wird, hängt vom Institut, vom Beruf und von der Datenquelle ab. Deshalb liegen veröffentlichte Werte oft weit auseinander. Wie schnell du selbst jemanden findest, sagt die Zahl nicht. Etwas anderes ist der Engpassberuf, den die Bundesagentur für Arbeit nach eigenen Kennzahlen bestimmt. Mehr dazu im Ratgeber Fachkräftemangel im Handwerk.

Mehr dazu: Fachkräftemangel im Handwerk

Fehlbesetzung

Eine Fehlbesetzung ist eine Einstellung, bei der Stelle und Person nicht ausreichend zusammenpassen. Das kann an der Fachlichkeit liegen, an der Arbeitsweise oder an falschen Erwartungen auf beiden Seiten. Die Folgen kosten Geld: längere Einarbeitung, Nacharbeit und im schlimmsten Fall eine neue Suche. Dagegen hilft, vor der Einstellung klar abzugleichen, was die Stelle verlangt. Wie du die Kosten abschätzt, steht im Ratgeber Fehlbesetzung im Handwerk.

Mehr dazu: Fehlbesetzung im Handwerk

Fixkosten

Fixkosten fallen an, egal ob du einen Auftrag mehr oder weniger annimmst. Typisch sind Miete, Versicherungen, Fahrzeuge, Büro und Verwaltung. Kurzfristig ändern sie sich kaum, auf längere Sicht schon. Bezahlt werden sie aus dem Deckungsbeitrag deiner Aufträge. Erst was danach übrig bleibt, ist Gewinn. Deshalb rechnet der Kostenrechner keinen Gewinn aus: Dafür müsste er deine Fixkosten kennen. Mehr im Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?.

Mehr dazu: Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Google for Jobs

Google for Jobs ist die Jobsuche, die Google direkt in seinen Suchergebnissen zeigt. Sucht jemand etwa eine Stelle als Elektriker in seiner Stadt, hebt Google passende Angebote hervor. Damit deine Stelle dort erscheint, braucht die Seite mit der Ausschreibung bestimmte technische Angaben. Google nennt sie strukturierte Daten vom Typ JobPosting. Ist die Stelle besetzt, musst du sie dort wieder entfernen. Wie das zur klassischen Stellenanzeige passt, zeigt der Ratgeber Mitarbeiter finden im Handwerk.

Mehr dazu: Mitarbeiter finden im Handwerk

Kapazitätsengpass

Ein Kapazitätsengpass liegt vor, wenn die verfügbaren Arbeitsstunden oder Fähigkeiten nicht für alle Aufgaben reichen. Im Handwerk heißt das oft: Aufträge wären da, aber niemand kann sie ausführen. Manchmal fehlen Stunden insgesamt, manchmal nur eine bestimmte Qualifikation, etwa ein Meisterbrief oder ein Schweißschein. Die Folge sind Auftragsstau, Überstunden oder abgesagte Aufträge. Was das kostet, rechnest du im Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?. Wie sich das im Team bemerkbar macht, steht im Ratgeber Mitarbeiter fehlt, Team überlastet.

Mehr dazu: Mitarbeiter fehlt, Team überlastet

Konzessionsträger

Konzessionsträger nennt man im Handwerk die Person, mit der ein Betrieb in die Handwerksrolle eingetragen ist. In einem zulassungspflichtigen Handwerk braucht der Betrieb einen Betriebsleiter, der die Voraussetzungen erfüllt. In der Regel hat er die Meisterprüfung bestanden (§ 7 HwO). Hat der Inhaber selbst keinen Meister, übernimmt ein angestellter Meister diese Rolle. Geht er, braucht der Betrieb Ersatz. Worauf es bei der Suche nach einem Elektromeister ankommt, steht auf seiner Berufsseite.

Mehr dazu: Elektromeister

Kündigungsfrist

Die Kündigungsfrist ist die Zeit zwischen Kündigung und Ende des Arbeitsverhältnisses. Die Grundfrist beträgt vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Monats (§ 622 BGB). Kündigt der Arbeitgeber, wird die Frist mit der Dauer der Beschäftigung länger. Sie reicht von einem Monat nach zwei Jahren bis zu sieben Monaten nach 20 Jahren. Tarifverträge und Arbeitsverträge können abweichen. Für dich heißt das: Eine neue Fachkraft fängt selten sofort an. Mehr dazu im Ratgeber wie lange eine Stellenbesetzung dauert.

Mehr dazu: wie lange eine Stellenbesetzung dauert

Meisterpflicht (zulassungspflichtiges Handwerk)

Meisterpflicht heißt: Wer ein zulassungspflichtiges Handwerk selbständig betreibt, muss in die Handwerksrolle eingetragen sein (§ 1 HwO). Dafür braucht der Betrieb in der Regel einen Meister als Betriebsleiter. Das ist der Konzessionsträger. Welche Handwerke zulassungspflichtig sind, steht in Anlage A der Handwerksordnung. Es sind 53 Gewerbe, darunter Elektrotechniker, Installateur und Heizungsbauer, Dachdecker und Kraftfahrzeugtechniker. Für welche Gewerke wir Fachkräfte suchen, siehst du in der Übersicht der Branchen.

Mehr dazu: Übersicht der Branchen

Nacharbeit

Nacharbeit ist Arbeit, die zusätzlich anfällt, weil eine Leistung beim ersten Mal nicht stimmt. Etwa eine Leitung, die neu verlegt, oder eine Wand, die neu gestrichen werden muss. Oft lässt sie sich dem Kunden nicht in Rechnung stellen. Dann kostet sie Lohn und Material, ohne dass Umsatz dazukommt. Und die Stunden fehlen für andere Aufträge. Häufige Nacharbeit kann ein Zeichen für Zeitdruck oder eine Fehlbesetzung sein.

Opportunitätskosten

Opportunitätskosten sind der Nutzen, der dir entgeht, weil du eine Möglichkeit nicht wahrnimmst oder nicht wahrnehmen kannst. Ein Beispiel: Du sagst einen Auftrag ab, weil dein Team voll ist. Dann ist der Deckungsbeitrag dieses Auftrags der Preis für die Absage. Auf keiner Rechnung taucht er auf, er fehlt dir trotzdem. Genau diesen Teil macht der Rechner im Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle? sichtbar. Wie du zwischen Ablehnen und Suchen abwägst, steht im Ratgeber Mitarbeiter finden oder Aufträge ablehnen.

Mehr dazu: Mitarbeiter finden oder Aufträge ablehnen

Passive Kandidaten

Passive Kandidaten sind Fachkräfte mit fester Stelle, die nicht nach einer neuen suchen. Sie lesen keine Stellenanzeigen und stehen in keiner Bewerberliste. Für ein besseres Angebot wären sie aber offen. Wer gut ist, wird von seinem Betrieb gehalten. Er hat keinen Grund, sich zu bewerben. Diese Leute erreichst du nur, wenn du auf sie zugehst. Zum Beispiel per Direktansprache oder über Anzeigen in sozialen Netzwerken.

Mehr dazu: Anzeigen in sozialen Netzwerken

Personalvermittlung

Bei der Personalvermittlung sucht ein Vermittler für dich eine Fachkraft. Du stellst sie anschließend selbst fest an. Der Arbeitsvertrag entsteht direkt zwischen deinem Betrieb und der Fachkraft. Der Vermittler gehört danach nicht zum Arbeitsverhältnis. Das unterscheidet sie von der Zeitarbeit. Rheinwerk arbeitet anders. Wir bauen Recruiting-Kampagnen für deinen Betrieb. Eingestellt wird direkt bei dir. Wie das läuft, steht auf unserer Seite für Handwerksbetriebe.

Mehr dazu: Seite für Handwerksbetriebe

Probezeit

Die Probezeit ist eine vereinbarte Zeit am Anfang. Beide Seiten prüfen darin, ob es passt. In der Probezeit können Betrieb und Fachkraft mit zwei Wochen Frist kündigen. Das gilt für eine Probezeit von höchstens sechs Monaten (§ 622 Abs. 3 BGB). Ob es eine Probezeit gibt und wie lang sie ist, steht im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag. Zusagen von Anbietern beziehen sich oft auf diese Zeit. Etwa eine Einstellungsgarantie.

Produktive Stunden

Produktive Stunden sind die Arbeitsstunden, die tatsächlich für abrechenbare oder wertschöpfende Arbeit genutzt werden. Nicht dazu zählen etwa Urlaub, Krankheit, Schulungen, Leerfahrten oder Warten auf Material. Eine Vollzeitkraft hat deshalb deutlich weniger produktive Stunden im Jahr, als im Arbeitsvertrag stehen. Wie viele es bei dir sind, zeigen deine Stundenzettel. Fehlt eine Fachkraft, fehlen genau diese Stunden. Im Kostenrechner rechnest du mit den Stunden, die keiner nachholen kann. Er steht im Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?.

Mehr dazu: Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Social Recruiting

Social Recruiting ist der Fachbegriff für Personalsuche über soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram. Die Anzeige läuft dort statt in einer Jobbörse. Sie erreicht Fachkräfte in deiner Region, auch solche, die gar nicht suchen. Rheinwerk Personal arbeitet mit Social Recruiting und Direktansprache. Regional und im Namen deines Betriebs. Wie das im Handwerk funktioniert, erklärt die Seite Social Recruiting für Handwerksbetriebe.

Mehr dazu: Social Recruiting für Handwerksbetriebe

Stellenanzeige

Die Stellenanzeige ist der klassische Weg. Du beschreibst die Stelle und veröffentlichst sie. Etwa auf deiner Website, in Jobbörsen, bei der Bundesagentur für Arbeit oder in der Zeitung. Sie erreicht vor allem Leute, die gerade aktiv suchen. Fachkräfte mit fester Stelle sehen sie meist nicht. Das sind die passiven Kandidaten. Eine gute Anzeige nennt Aufgaben, Arbeitsort und was du bietest. Wann sie reicht und wann nicht, steht im Ratgeber Mitarbeiter finden im Handwerk.

Mehr dazu: Mitarbeiter finden im Handwerk

Time to Fill

Time to Fill ist eine englische Kennzahl und heißt Zeit bis zur Besetzung. Gezählt wird meist schon ab der Entscheidung, die Stelle zu besetzen, also früher als bei der Time to Hire. Ob sie mit der Zusage oder dem ersten Arbeitstag endet, legt jeder Betrieb selbst fest. Auch mit der Vakanzzeit der Bundesagentur für Arbeit ist sie nicht immer gleich. Wer Werte vergleicht, sollte deshalb immer fragen, wie gezählt wurde.

Time to Hire

Time to Hire ist eine englische Kennzahl aus der Personalarbeit. Sie misst die Zeit vom Beginn der Suche bis zur Zusage der neuen Fachkraft. Wo die Zählung beginnt, legt jeder selbst fest. Deshalb lassen sich Werte verschiedener Anbieter schlecht vergleichen. Der erste Arbeitstag kommt oft Wochen später, wegen der Kündigungsfrist. Ähnlich, aber anders gemessen ist die Vakanzzeit. Mehr im Ratgeber wie lange eine Stellenbesetzung dauert. Für die Kosten zählt am Ende nicht die Kennzahl, sondern wie lange dir die Arbeitskraft fehlt. Was das in Euro heißt, rechnest du im Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?.

Mehr dazu: Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Unbesetzte Stelle

Eine unbesetzte Stelle ist eine Position im Betrieb, für die es Arbeit gibt, aber noch keine passende Person. Das kann eine neue Stelle sein oder eine, die durch Kündigung oder Ruhestand frei geworden ist. Wie lange sie offen bleibt, heißt Vakanzzeit. Was sie kostet, hängt davon ab, ob Aufträge verloren gehen oder nur später kommen. Deshalb gibt es keine Pauschale. Mit deinen eigenen Zahlen rechnest du im Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?.

Mehr dazu: Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Vakanzzeit

Die Vakanzzeit ist die Zeit, in der eine Stelle unbesetzt bleibt. Die Bundesagentur für Arbeit misst sie für die Stellen, die bei ihr gemeldet sind. Gezählt werden die Tage vom gewünschten Besetzungstermin bis zur Abmeldung der Stelle. Das gilt für alle Stellen, die abgemeldet wurden. Die BA nennt das abgeschlossene Vakanzzeit. An diesem Wert erkennt sie unter anderem einen Engpassberuf. Was eine lange Vakanzzeit für deinen Betrieb bedeutet, erklärt der Ratgeber Stellenbesetzung im Handwerk: die Dauer. Die Werte der BA sind Durchschnitte und keine Vorhersage für deine Stelle. Was die Zeit bis zur Besetzung deinen Betrieb kosten kann, rechnest du im Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?.

Mehr dazu: Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Variable Kosten

Variable Kosten entstehen nur, wenn du einen Auftrag ausführst. Im Handwerk sind das vor allem Material und Fremdleistungen, etwa ein Subunternehmer oder ein Mietgerät. In der Rechnung zur offenen Stelle zählt auch der Lohn der Leute dazu, die den Auftrag ausführen. Der Grund: Solange die Stelle offen ist, zahlst du diesen Lohn nicht. Was nach den variablen Kosten vom Umsatz übrig bleibt, ist der Deckungsbeitrag. Das Gegenstück sind die Fixkosten.

Verschobener Auftrag

Ein verschobener Auftrag wird später ausgeführt als geplant, aber er wird ausgeführt. Der Umsatz kommt also, nur später. Deshalb zählt er nicht als Auftragsverlust und gehört nicht in den Kostenrechner. Kosten kann er trotzdem verursachen: durch Umplanen, Vertrösten oder einen verärgerten Kunden. Und wer zu oft verschiebt, verliert irgendwann den Kunden. Mehr dazu im Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?.

Mehr dazu: Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Vorqualifizierung

Vorqualifizierung heißt: Bevor eine Bewerbung bei dir landet, prüft jemand, ob die Person grundsätzlich passt. Typische Punkte sind Abschluss, Erfahrung, Führerschein, Wohnort und Gehaltswunsch. So sprichst du nur mit Leuten, bei denen sich ein Gespräch lohnt. Und du musst nicht alles selbst abfragen. Auf Wunsch übernehmen wir diese Vorauswahl als Zusatzleistung. Wer diese Arbeit macht und wie unser Ablauf aussieht, steht auf der Seite Über uns. Weniger unpassende Gespräche sparen dir Zeit, die sonst im Betrieb fehlt. Was diese Zeit kostet, zeigt der Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle?.

Mehr dazu: Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Quellen

Jede Zahl auf dieser Seite hat eine Quelle. Hier steht, welche, mit Stand.

  1. Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG), § 1 Erlaubnispflicht und Höchstüberlassungsdauer, Stand 13.10.2026
  2. Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG), § 1b Einschränkungen im Baugewerbe, Stand 13.10.2026
  3. Handwerksordnung (HwO), § 1 Handwerksbetrieb, Eintragung in die Handwerksrolle, Stand 13.10.2026
  4. Handwerksordnung (HwO), § 7 Betriebsleiter und Meisterprüfung, Stand 13.10.2026
  5. Handwerksordnung (HwO), Anlage A: zulassungspflichtige Handwerke, Stand 13.10.2026
  6. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), § 622 Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen, Stand 13.10.2026
  7. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), § 4 Mitbewerberschutz, Stand 13.10.2026
  8. Bundesagentur für Arbeit, Statistik: Engpassanalyse (Methodik, Vakanzzeit), Stand 13.10.2026
  9. Bundesagentur für Arbeit, Blickpunkt Arbeitsmarkt: Analyse zur Entgeltstatistik 2025 (Kerngruppe, Entgeltatlas), Stand 10/2026
  10. Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Stand 13.10.2026
  11. Google Search Central: Strukturierte Daten für Stellenanzeigen (JobPosting), Stand 13.10.2026

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