Das wollen Kfz-Betriebe vor der Personalsuche wissen. Hier sind unsere Antworten.
- Es wird doch viel ausgebildet. Gibt es nicht genug Kfz-Mechatroniker?
- Ausgebildet wird viel, aber viele gehen in die Industrie oder in den öffentlichen Dienst. Du brauchst jemanden, der geblieben ist und weiß, warum. Danach fragen wir im Erstgespräch.
- Wir sind eine freie Werkstatt, kein Autohaus. Wer will da hin?
- Mehr, als du denkst. Im Autohaus arbeitet man nach Vorgabe an einer Marke, bei dir an allem. Wer gern Fehler sucht, will genau das, und das sagen wir Bewerbern.
- Unsere Leute können kein Hochvolt. Hilft uns ein Neuer weiter?
- Nur, wenn du gleichzeitig deine eigenen Leute schulst. Ist der einzige Hochvolttechniker krank, steht jedes E-Fahrzeug. Und wer als Einziger die Freigabe hat, trägt alles allein und geht wieder.
- Wir suchen einen Serviceberater, keinen Schrauber.
- Dann suchen wir auch anders. Einen Serviceberater sprechen wir über Kundenkontakt und Abrechnung an, nicht über Werkzeug. Wer beide mit einer Anzeige sucht, verliert meist die schwerere Stelle.
- Bei uns wird nach Vorgabezeit abgerechnet. Schreckt das ab?
- Niemanden aus der Branche, solange die Zeiten zu schaffen sind. Wir fragen vorher, wie es in deiner Werkstatt wirklich läuft. Das sagen wir dem Bewerber, so weiß er vorher Bescheid.
- Die Fahrzeugindustrie zahlt fast 1.500 € mehr. Wie halten wir da mit?
- Beim Geld gar nicht. Laut Bundesagentur liegt die Mitte in der Werkstatt bei 3.466 €, in der Industrie bei 4.945 €. Wer in der Werkstatt bleibt, will das ganze Fahrzeug, Fehlersuche statt Takt und einen Meister, der ihn kennt.