Das wollen landwirtschaftliche Betriebe vor der Personalsuche wissen. Hier sind unsere Antworten.
- Melken morgens und abends, im Sommer die Ernte. Wie besetzt man das?
- Leg den Melkplan vorher offen: erste Melkzeit, Wochenende, Melkroboter. Bei der Ernte zählt, wie lang die Sommertage werden und wie du sie ausgleichst. Melker und Schlepperfahrer sprechen wir getrennt an, weil es meist verschiedene Leute sind.
- Zur Stelle gehört eine Wohnung. Hilft das oder schreckt es ab?
- Es hilft, wenn du sie zeigst. Für manche ist die Wohnung auf dem Hof der Grund zuzusagen, für andere abzusagen. Deshalb klären wir das vorher und nicht erst in der Probezeit.
- Wir brauchen jemanden, der auch am Wochenende in den Stall geht.
- Dann gehört der Wochenenddienst in die Anzeige, nicht erst ins Gespräch. Wer Tiere kennt, weiß, dass sie auch sonntags fressen. Sonst sagt der Bewerber erst im Gespräch ab, und beide haben Zeit verloren.
- Wir bilden aus, aber danach gehen die Leute in die Industrie.
- Dort sind Lohn und Arbeitszeit planbar. Mehr Gehalt allein hilft dagegen nicht, ein eigener Bereich schon. Wir sprechen gezielt Leute an, die das in der Industrie nicht bekommen.
- Unser Hof liegt weit draußen. Findet man dafür überhaupt jemanden?
- Ja, die Lage schreckt nicht ab, sie sortiert vor. Wer aufs Land will, will aufs Land. Wir prüfen vorher, ob Wohnung, Anfahrt und Führerschein zusammenpassen.