Wovon die Kosten der Personalsuche abhängen
Jede Personalsuche ist Arbeit: suchen, ansprechen, sortieren, telefonieren, Termine machen. Wie viel davon nötig ist, bestimmt den Preis. Einiges davon hast du selbst in der Hand.
- Der Beruf. Einen Gesellen findest du leichter als einen Meister, auf dessen Titel dein Betrieb eingetragen wird. Je knapper ein Beruf, desto länger dauert die Suche. Wie es in deinem Beruf aussieht, zeigt die Seite deines Gewerks. Zum Beispiel Elektrotechnik oder Sanitär, Heizung, Klima.
- Die Region. In der Stadt wohnen mehr passende Leute in der Nähe als auf dem Land. Wie viele es bei dir sind, prüfen wir, bevor es ums Geld geht.
- Die Zahl der Stellen. Für drei Monteure braucht es mehr Ansprache als für einen.
- Was du bietest. Zahlst du weniger als in deiner Region üblich, dauert die Suche länger. Dann wird sie auch teurer. Die Bewerber merken das zuerst.
- Der Weg der Ansprache. Anzeigen in sozialen Netzwerken brauchen ein Werbebudget. Leute einzeln anzusprechen braucht vor allem Zeit. Beides kostet, nur auf andere Art.
Wie Personalvermittler abrechnen und worauf du achten solltest
Auf dem Markt gibt es mehrere Modelle. Manche Vermittler rechnen erst ab, wenn jemand eingestellt ist. Oft ist das ein Anteil am Jahresgehalt. Andere nehmen einen festen Betrag für eine Suche mit fester Laufzeit. Wieder andere verbinden beides. Welches Modell besser ist, lässt sich nicht allgemein sagen. Wichtig ist: Du weißt vorher, wofür du zahlst.
Ein Posten wird oft übersehen: das Werbebudget. Wer über soziale Netzwerke sucht, bezahlt die Plattform dafür, dass sie die Anzeigen zeigt. Frag deshalb immer: Steckt dieses Budget im Preis oder kommt es dazu? Und wer verwaltet es?
Fünf Fragen an jedes Angebot
Was ist die Gesamtsumme, schriftlich? Ist das Werbebudget enthalten oder extra? Wie lange läuft der Vertrag, und wie kommst du raus? Wann wird was fällig? Was passiert, wenn es nicht klappt? Steht das im Vertrag oder nur auf der Website?
Personalvermittlung, Zeitarbeit, Stellenanzeige: Kosten im Vergleich
Die drei Wege unterscheiden sich weniger in der Höhe der Kosten. Sie unterscheiden sich vor allem in der Art. Wer nur die Beträge vergleicht, übersieht das.
| Personalvermittlung | Zeitarbeit | Eigene Stellenanzeige | |
|---|---|---|---|
| Wer ist Arbeitgeber | Du, ab dem ersten Tag | Der Verleiher. Du leihst die Arbeitskraft nur aus. | Du |
| Wofür du zahlst | Für die Suche und Auswahl | Für jede geleistete Stunde, solange der Einsatz läuft | Für die Anzeige, auch wenn sich niemand meldet |
| Wie lange du zahlst | Für die Suche. Danach zahlst du nur noch den Lohn. | Laufend, solange du die Person einsetzt | Für die Laufzeit der Anzeige |
| Deine Arbeit | Gespräche mit Leuten, deren Angaben du vorher kennst | Einarbeitung, oft wechselnde Personen | Sichten, anrufen, nachfassen, alles selbst |
| Worauf du achten solltest | Was passiert, wenn es nicht klappt | Ob du extra zahlst, wenn du die Person übernimmst | Ob die Leute, die du suchst, überhaupt Anzeigen lesen |
Zeitarbeit hilft, wenn du eine Lücke schnell und nur für eine Zeit füllen musst. Soll jemand bleiben, laufen die Kosten weiter, solange er bei dir arbeitet. Die Anzeige ist am günstigsten, solange sie wirkt. Im Handwerk lesen sie aber vor allem Leute, die gerade suchen. Das sind selten die, die du willst. Warum, erklärt die Seite zum Social Recruiting. Das hier ist keine Rechtsberatung. Was bei einer Übernahme aus der Zeitarbeit gilt, regelt dein Vertrag mit dem Verleiher.
Was dich die offene Stelle jeden Monat kostet
Die Frage nach dem Preis hat eine zweite Seite: Was kostet es, wenn die Stelle offen bleibt? Viele Betriebe rechnen das nie aus. Diese Kosten stehen auf keiner Rechnung. Du merkst sie im Alltag: am Auftrag, den du absagst. An der Baustelle, die liegen bleibt. An den Überstunden der anderen.
So rechnest du es für deinen Betrieb
Nimm deinen Stundenverrechnungssatz. Multipliziere ihn mit den Stunden, die ein Monteur im Monat wirklich abrechnet. Fahrten und Materialholen zählen nicht mit. Davon ziehst du Lohn und Arbeitgeberanteil für die Stelle ab. Die zahlst du ja auch nicht, solange sie offen ist. Was übrig bleibt, fehlt dir jeden Monat, in dem die Stelle offen ist.
Die Rechnung ist bewusst vorsichtig. Sie zieht den Lohn ab, statt nur den Umsatz zu nennen. Folgekosten sind nicht drin, weil man sie schwer in Geld fassen kann. Ein Kunde, der zur Konkurrenz geht. Ein Kollege, der wegen der Dauerbelastung selbst kündigt. Und du stehst abends noch selbst auf der Baustelle, statt den Betrieb zu führen. Wie lange Stellen im Handwerk meist offen bleiben, steht im Ratgeber Wie lange es dauert, eine Stelle zu besetzen.
So läuft das kostenlose Erstgespräch ab
Bevor du etwas zahlst, sprechen wir mit dir. Das kostet nichts und verpflichtet zu nichts. So läuft es ab:
- Du stellst eine Anfrage. Du nennst Gewerk, Betriebsgröße, offene Stellen, wie dringend es ist und deine Postleitzahl.
- Ein fester Ansprechpartner meldet sich in der Regel innerhalb von 24 Stunden bei dir.
- Dann kommt das Erstgespräch: 15 Minuten am Telefon. Es geht darum, was dein Betrieb wirklich braucht. Nicht darum, was in der Anzeige steht.
- Wir prüfen, wer in deinem Umkreis überhaupt in Frage kommt. Und was realistisch geht.
- In der Strategieberatung rechnen wir mit dir durch, was eine Besetzung kostet und bringt. Am Ende bekommst du eine Zusage oder eine Absage. Kein Angebot zum Nachdenken.
Rechnet es sich für deine Größe nicht, sagen wir dir das. Das gilt auch, wenn in deiner Region zu wenige passende Leute erreichbar sind. Ein Auftrag, den wir nicht halten können, nützt keinem von uns beiden.
Was passiert, wenn es nicht klappt
Das ist die wichtigste Frage an jedes Angebot. Die Antwort gehört in den Vertrag, nicht ins Verkaufsgespräch. Sehen wir Potenzial, sagen wir dir eine Einstellungsgarantie schriftlich zu. Nicht jeder Betrieb bekommt sie. Das hängt an deiner Region, am Gehalt und an dem, was du sonst bietest. Was genau zugesagt wird, steht im Angebot und im Vertrag.
Häufige Fragen
Warum steht hier kein Preis?
Weil eine Zahl für alle in deinem Fall vermutlich nicht stimmt. Ein Elektromeister auf dem Land ist eine andere Aufgabe als drei Monteure in der Großstadt. Im Gespräch bekommst du deshalb eine feste Summe für deinen Fall.
Kostet mich das Erstgespräch etwas?
Nein. Anfrage und Erstgespräch sind kostenlos und verpflichten zu nichts. Danach weißt du, was in deiner Region geht. Auch wenn wir nicht zusammenarbeiten.
Ist Zeitarbeit nicht billiger?
Das hängt an der Dauer. Bei der Zeitarbeit zahlst du, solange die Person bei dir arbeitet. Sucht jemand für dich, zahlst du für die Suche. Je nach Vertrag einmal oder über eine feste Laufzeit. Danach ist die Fachkraft bei dir angestellt. Du zahlst dann nur noch den Lohn. Für eine Lücke von ein paar Wochen kann Zeitarbeit trotzdem richtig sein.
Lohnt sich eine Recruiting-Kampagne für einen kleinen Betrieb?
Das hängt daran, was dich die offene Stelle kostet. Rechne einmal aus, was dir im Monat fehlt, wenn ein Monteur nicht da ist. Rechnet es sich für deine Größe nicht, sagen wir dir das.
Gibt es versteckte Kosten?
Frag jeden Anbieter nach dem Werbebudget und nach der Laufzeit. Frag auch, was bei einer Kündigung fällig wird. Bei uns kennst du die Vergütung, bevor du etwas beauftragst. Das Werbebudget für die Plattformen kommt extra dazu. Laufzeit und Verlängerung stehen im Vertrag.

