Das wollen Dachdeckerbetriebe vor der Personalsuche wissen. Hier sind unsere Antworten.
- Die Arbeit ist hart, bei Hitze und Kälte. Wer bewirbt sich darauf?
- Leute, die das kennen und trotzdem gern Dachdecker sind. Für sie zählen verlässlicher Feierabend, gute Ausrüstung und ein festes Team. Das gehört in die Anzeige, nicht der Satz zur Belastbarkeit.
- Unsere Anzeige läuft seit Monaten. Liegt das an uns?
- Nicht unbedingt, eine Dachdeckerstelle bleibt im Mittel 155 Tage länger offen als gewünscht. 2019 waren es noch 96 Tage. Wir sprechen Dachdecker direkt und über soziale Netzwerke an, im Namen deines Betriebs.
- Wird geprüft, ob Bewerber schwindelfrei sind und Höhensicherung beherrschen?
- Wir fragen es ab, bevor du ein Gespräch führst: Höhentauglichkeit, Schutzausrüstung, Erfahrung auf Gerüst oder Steildach. Das ist kein Nachweis. Aber es sortiert die aus, die noch nie auf einem Steildach standen.
- Wir machen Steil- und Flachdach. Findet man jemanden, der beides kann?
- Selten fertig, denn Deckung und Abdichtung sind zwei eigene Fachrichtungen. Wir fragen ab, was jemand wirklich gemacht hat, und sagen dir, was er lernen müsste. Ein guter Steildachdecker, der Abdichtung lernen will, ist oft die bessere Wahl.
- Photovoltaik zieht uns die Leute ab. Was können wir dagegen tun?
- Dreh es um. Wer Photovoltaik montiert, hat oft keine Dachdeckerausbildung und kommt an Grenzen. Wir zeigen ihm deinen Betrieb, der beides kann, als Schritt nach oben.
- Im Winter liegen die Dächer still. Wie sagen wir das Bewerbern?
- Offen und konkret in der Anzeige. Vom 1. Dezember bis 31. März ist Schlechtwetterzeit. Fällt die Arbeit wegen Frost, Schnee oder Regen aus, kann dein Team Saison-Kurzarbeitergeld bekommen. Ein Dachdecker will wissen, ob du dann mit Reparaturen weitermachst oder in Kurzarbeit gehst. Das kostet ein paar Bewerbungen und erspart dir die Kündigung in der Probezeit. Das ist keine Rechtsberatung.