Das wollen Elektrobetriebe vor der Personalsuche wissen. Hier sind unsere Antworten.
- Wir brauchen jemanden mit Schaltberechtigung. Gibt es den überhaupt?
- Wer bis 30 kV schalten darf, kommt selten über eine Anzeige, eher über direkte Ansprache. Vorher klären wir, ob auch eine Nachschulung im ersten Jahr reicht. Das vergrößert den Kreis deutlich.
- Unsere Leute gehen zum Netzbetreiber oder in die Industrie. Wie halten wir mit?
- Beim Grundgehalt nicht, bei der Arbeit schon. Wir sprechen genau die an, die dort Abwechslung gegen Sicherheit getauscht haben. Du bietest eigene Baustellen, kurze Wege und einen Chef, den man kennt.
- Wir machen viel Photovoltaik und Ladetechnik. Gibt es dafür Leute?
- Fertig ausgebildet kaum, das Feld ist jung. Was funktioniert: ein Elektroniker aus der Gebäudetechnik, der die Anlagen bei dir dazulernt. Das muss in die Anzeige, sonst melden sich nur die wenigen, die es schon können.
- Wir haben das schon mit einer Agentur probiert. Warum jetzt anders?
- Du siehst, welche Anzeige läuft, wer sie sieht und wer sich meldet. Können wir dir nicht helfen, sagen wir das im Erstgespräch. Dann hast du 15 Minuten investiert und weißt trotzdem mehr.
- Gibt es die Einstellungsgarantie für jeden?
- Nein, das hängt an deiner Region, am Gehalt und an deinem Angebot. Das prüfen wir vorher und sagen ab, wenn es nicht passt. Was genau gilt, steht im Angebot und im Vertrag.
- Was kostet das?
- Das hängt an Beruf, Region und Zahl der Stellen. Im Erstgespräch bekommst du eine feste Summe für deinen Fall, keine Spanne. Rechnet es sich für deine Größe nicht, sagen wir dir das.
- Wie viel Zeit kostet mich das?
- In der ersten Woche etwa zwei Stunden: ein Gespräch und die Freigabe der Texte. Danach führst du die Bewerbungsgespräche. Wir sichten die Bewerbungen, auf Wunsch übernehmen wir auch Anrufe, Termine und Nachfassen.
- Wir zahlen weniger als die Industrie. Findet man trotzdem jemanden?
- Ja, aber nicht übers Geld. Wer ins Handwerk wechselt, will kurze Wege, planbare Zeiten und keine Schicht mehr. Das muss in die Ansprache, denn beim reinen Zahlenvergleich gewinnst du nicht.
- Was ist, wenn der Neue nach drei Monaten wieder geht?
- Dann klären wir, warum. Meist liegt es an den ersten Wochen, nicht an der Auswahl. Darauf bereiten wir dich vor. Dass jemand für immer bleibt, kann niemand ehrlich garantieren.