Warum die alten Wege nicht mehr reichen
Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) gehört zum Institut der deutschen Wirtschaft. Es hat mit Stand Juni 2026 ausgewertet, wie es 2025 in den Handwerksberufen aussah. Auf knapp 210.000 offene Stellen kamen etwa 140.000 arbeitslose Handwerker, die eine Stelle suchten. Ein Dachdecker kann aber nicht als Augenoptiker arbeiten. Deshalb blieben rechnerisch 97.482 Stellen unbesetzbar. Das ist fast jede zweite offene Stelle im Handwerk.
Noch enger wird es eine Stufe höher. Bei Gesellen konnten drei von zehn offenen Stellen rechnerisch nicht besetzt werden, bei Meistern fast jede zweite. 59 von 115 Handwerksberufen hatten 2025 einen Engpass, also mehr als die Hälfte. In 35 davon fehlt es seit mindestens zehn Jahren. Die Lücke bleibt also, auch wenn die Wirtschaft wieder besser läuft.
Was die Zahl für dich heißt
Für fast jede zweite Stelle gibt es rechnerisch keinen Arbeitslosen mit genau diesem Beruf. Dein nächster Monteur arbeitet also sehr wahrscheinlich gerade bei einem anderen Betrieb. Er liest keine Stellenanzeigen. Bei jedem Weg unten steht deshalb, ob er nur Suchende erreicht oder auch Leute, die nicht suchen.
Wie die Lage in deinem Gewerk aussieht und welche Berufe am stärksten betroffen sind, steht im Ratgeber Fachkräftemangel im Handwerk. Hier geht es um den nächsten Schritt: Was tust du konkret?

Weg 1 bis 3: Anzeige, Jobbörse, Arbeitsagentur
Weg 1: die eigene Stellenanzeige. In der Tageszeitung, im Anzeigenblatt, am Firmenwagen, als Aushang beim Großhändler. Vorteil: Du bestimmst den Text, und in kleinen Orten lesen die Leute das Blatt noch. Nachteil: Es melden sich nur die, die gerade suchen. Wer zufrieden auf einer Baustelle steht, liest keine Stellenanzeigen. Am Firmenwagen und an der Baustelle wirkt eine Anzeige trotzdem. Dort sehen sie die Handwerker ohnehin.
Weg 2: Jobbörsen im Netz. Die großen Portale und Fachbörsen für das Handwerk. Vorteil: große Reichweite bei Leuten, die aktiv suchen, schnell aufgesetzt. Nachteil: Du stehst in einer Liste neben dem Betrieb aus dem Nachbarort. Der zahlt vielleicht mehr. Gute Plätze kosten Geld, und auch hier erreichst du fast nur Suchende. Was in eine gute Anzeige für Handwerker gehört, ist eine eigene Frage. Kurz: Gehalt nennen, Arbeitsort und Fahrzeiten nennen, keine leeren Sprüche.
Weg 3: die Bundesagentur für Arbeit. Der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit ist für Betriebe kostenfrei. Deine Stelle kann in die Jobbörse der Arbeitsagentur. Du kannst dort auch selbst in den Profilen von Arbeitsuchenden suchen. Vorteil: Es kostet nichts, und du hast einen Ansprechpartner vor Ort. Nachteil: Hier findest du vor allem Menschen, die arbeitslos oder arbeitsuchend gemeldet sind. Genau davon gibt es in vielen Handwerksberufen zu wenige. Das zeigt die KOFA-Rechnung oben.
Unser Rat zu Weg 1 bis 3
Nutze diese Wege trotzdem. Sie kosten wenig oder nichts. Manchmal sucht genau der Richtige gerade. Verlass dich nur nicht allein darauf, wenn die Stelle schon drei Monate offen ist.
Weg 4 und 5: Karriereseite und Google-Jobsuche
Weg 4: die eigene Karriereseite. Das ist eine Seite auf deiner Firmenwebsite. Dort steht jede offene Stelle für sich. Dazu Bilder vom echten Team, echten Fahrzeugen, echten Baustellen. Vorteil: Jeder, der von dir hört, landet irgendwann dort. Ein Kollege hat einem Bewerber von dir erzählt? Dann schaut der Bewerber zuerst nach, ob du ernst zu nehmen bist. Nachteil: Die Seite allein bringt niemanden. Sie verstärkt die anderen Wege, sie ersetzt sie nicht.
Weg 5: die Google-Jobsuche. Google zeigt Stellenangebote direkt in den Suchergebnissen an. Damit deine Stelle dort auftaucht, braucht jede Stellenseite einen technischen Zusatz. Er heißt „strukturierte Daten für Stellenanzeigen“. Oder du kommst über eine Jobbörse hinein, die das für dich erledigt. Vorteil: Wer „Elektriker Job“ plus seinen Ort sucht, sieht dich. Du zahlst nicht für jeden Klick. Nachteil: Dein Webdienstleister muss das sauber einbauen. Und auch hier erreichst du nur Leute, die selbst suchen.
- Eine Seite je Stelle, nicht eine Liste mit allen Stellen. Google verlangt die Angaben auf der Seite der einzelnen Stelle.
- Gehalt oder Gehaltsspanne, Arbeitsort und Art der Anstellung angeben.
- Besetzte Stellen sofort herausnehmen. Eine Anzeige, auf die keiner mehr antwortet, kostet dich Vertrauen.
Weg 8 und 9: Empfehlungen und Netzwerk
Weg 8: Mitarbeiter werben Mitarbeiter. Deine Leute kennen andere Handwerker: aus der Berufsschule, aus dem Fußballverein, von der Baustelle. Eine Empfehlung von einem Kollegen wiegt mehr als jede Anzeige. Vorteil: Wer empfohlen wird, passt meistens ins Team. Es kostet dich nur eine Prämie. Nachteil: Der Weg ist so gut wie die Stimmung im Betrieb. Wer seine Leute schlecht behandelt, bekommt keine Empfehlungen. Und irgendwann ist der Bekanntenkreis ausgeschöpft.
- Nenn die Prämie konkret und zahl sie in Teilen: einen Teil bei Arbeitsbeginn, einen nach der Probezeit.
- Sag deinem Team bei jeder offenen Stelle, wen genau du suchst. „Wir suchen Leute“ empfiehlt niemand weiter.
- Frag neue Mitarbeiter nach dem ersten Monat, wen sie noch kennen. Dann ist die Begeisterung am größten.
- Kläre mit deinem Steuerberater, wie die Prämie abgerechnet wird.
Weg 9: dein Netzwerk. Innung, Kreishandwerkerschaft, Großhändler, Lieferanten, befreundete Betriebe, der Meisterkurs von damals. Vorteil: Es kostet nichts. Und du bekommst Hinweise, die du sonst nie bekommst, zum Beispiel auf einen Betrieb, der schließt. Nachteil: Planen kannst du damit nicht. Es ist ein Weg für nebenher. Für eine Stelle, die nächsten Monat besetzt sein muss, reicht er nicht.
Weg 10 und 11: Quereinsteiger und Ausland
Weg 10: Quereinsteiger. Leute aus verwandten Berufen oder ohne Abschluss, die schon lange praktisch arbeiten. Vorteil: Du hast deutlich mehr Leute zur Auswahl. Nachteil: Du musst einarbeiten. Das kostet Zeit von deinen besten Leuten. Für Arbeiten, die einen Meister oder eine bestimmte Prüfung verlangen, taugt der Weg nicht.
Seit der Reform der Berufsbildung gibt es dafür ein Verfahren bei der Handwerkskammer. Es gilt für Menschen, die mindestens 25 Jahre alt sind und keinen Abschluss im Beruf haben. Sie müssen mindestens das Eineinhalbfache der Ausbildungszeit in diesem Beruf gearbeitet haben. Dann können sie ihre Fähigkeiten feststellen und bescheinigen lassen (§ 41b Handwerksordnung). Bei einer dreijährigen Ausbildung heißt das: mindestens viereinhalb Jahre Praxis. Arbeitet ein Quereinsteiger schon lange bei dir? Dann kann das ein Weg zum anerkannten Nachweis sein. Wie das Verfahren läuft, regelt deine Kammer selbst.
Weg 11: Fachkräfte aus dem Ausland. Vorteil: Du erreichst Bewerber, die deine Wettbewerber oft gar nicht ansprechen. Nachteil: Der Weg ist lang. Abschlüsse müssen anerkannt werden. Oft fehlt Deutsch, wie man es auf der Baustelle braucht. Und es braucht eine Wohnung. Für Betriebe gibt es das beschleunigte Fachkräfteverfahren. Du kannst es als Arbeitgeber mit Vollmacht der Fachkraft beantragen, bei der zuständigen Ausländerbehörde (§ 81a Aufenthaltsgesetz). Rechne trotzdem mit Monaten, nicht Wochen. Das ist keine Rechtsberatung. Lass dich bei der Ausländerbehörde oder deiner Handwerkskammer beraten, bevor du startest.
Weg 12: Personalvermittlung
Eine Personalvermittlung sucht für dich. Sie stellt dir Leute vor, die du fest bei dir einstellst. Das ist etwas anderes als Zeitarbeit. Dort bleiben die Leute beim Verleiher angestellt. Gute Vermittler nutzen mehrere der Wege oben. Vor allem die Wege zu Leuten, die nicht suchen. Sie übernehmen die Arbeit, die du sonst abends nach Feierabend machst: sortieren, nachtelefonieren, vorab prüfen, Termine abstimmen.
- Vorteil: Du sparst Zeit. Erfahrene Vermittler wissen, was in deiner Region beim Gehalt und bei den Fahrzeiten geht.
- Vorteil: Du bekommst Leute vorgestellt, die vorher mit einem Menschen gesprochen haben. Nicht nur einen Stapel Lebensläufe.
- Nachteil: Es kostet Geld, und zwar mehr als eine Anzeige. Wovon der Preis abhängt, steht unter Kosten.
- Nachteil: Der Markt ist unübersichtlich. Es gibt Anbieter, die Garantien versprechen, die nie greifen.
- Nachteil: Auch ein Vermittler findet nicht jeden. Liegt dein Gehalt deutlich unter dem, was in der Region üblich ist? Dann findet auch er niemanden, der bleibt.
Welcher Weg für welche Stelle?
Nicht jeder Weg passt zu jeder Stelle. Die Tabelle zeigt, wen du mit welchem Weg erreichst. Und wie viel Arbeit er macht und wofür er sich lohnt. Das ist eine Faustregel aus der Praxis, keine Messung.
| Weg | Wen du erreichst | Dein Aufwand | Kosten | Lohnt sich vor allem für |
|---|---|---|---|---|
| 1 Stellenanzeige | nur Suchende | gering | gering | Helfer, Fahrer, Stellen in kleinen Orten |
| 2 Jobbörsen | nur Suchende | gering bis mittel | gering bis mittel | Gesellen in Ballungsräumen |
| 3 Arbeitsagentur | Arbeitsuchende | gering | kostenfrei | Helfer, Quereinsteiger, Wiedereinsteiger |
| 4 Karriereseite | alle, die von dir hören | einmalig mittel | einmalig | jede Stelle, als Grundlage |
| 5 Google-Jobsuche | nur Suchende | einmalig mittel | einmalig | jede Stelle mit eigener Seite |
| 6 Social Recruiting | auch Leute, die nicht suchen | hoch, wenn du es selbst machst | Werbebudget plus Zeit | Gesellen und Monteure in deinem Umkreis |
| 7 Direktansprache | auch Leute, die nicht suchen | hoch | vor allem Zeit | Meister, Bauleiter, Projektleiter |
| 8 Empfehlung | Bekannte deiner Leute | gering | Prämie | jede Stelle, wenn die Stimmung stimmt |
| 9 Netzwerk | Zufallstreffer | gering | keine | nebenher, nicht planbar |
| 10 Quereinsteiger | größerer Kreis | hoch (Einarbeitung) | Einarbeitungszeit | Stellen ohne Pflicht zu Meister oder Prüfung |
| 11 Ausland | neuer Kreis | sehr hoch | Anerkennung, Sprache, Wohnung | Betriebe mit Geduld und Zeit für Begleitung |
| 12 Personalvermittlung | auch Leute, die nicht suchen | gering | höher als eine Anzeige | Stellen, die seit Monaten offen sind, und Schlüsselstellen |
Als Daumenregel: Je seltener ein Beruf, desto weniger helfen die Wege, die nur Suchende erreichen. Einen Helfer findest du oft über Anzeige und Arbeitsagentur. Einen Bauleiter oder einen Elektromeister findest du so selten. Fast alle haben eine Stelle. Wie lange Stellen in deinem Gewerk meist offen bleiben, steht im Ratgeber wie lange eine Stellenbesetzung dauert.
So sucht Rheinwerk Personal
Rheinwerk Personal übernimmt für Handwerks- und Technikbetriebe die gezielte Mitarbeitersuche. Wer passt, stellst du fest bei dir ein. Wir sprechen Leute an, die gerade nicht suchen. Über soziale Netzwerke und direkt, in deinem Umkreis und im Namen deines Betriebs. Auf Wunsch rufen wir Bewerber vorab an, als Zusatzleistung. Wir sagen dir auch, wenn wir dir nicht helfen können. Eine Rückmeldung bekommst du in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Frag kostenlos und unverbindlich an: Jetzt Mitarbeiter finden.
Leute finden in deinem Gewerk
Jedes Gewerk hat eigene Engpässe und eigene Gehälter. Und eigene Gründe, warum Leute wechseln. Deshalb gibt es je Gewerk einen eigenen Ratgeber mit Zahlen der Arbeitsagentur:
- Elektriker finden und SHK-Mitarbeiter finden
- Dachdecker-Mitarbeiter finden, Maurer einstellen und Trockenbauer einstellen
- Fachkräfte im Tiefbau finden
- Maler einstellen und Tischler einstellen
- Metallbauer einstellen und Industriemechaniker gewinnen
- Kfz-Mechatroniker finden
- Landschaftsgärtner einstellen und Mitarbeiter in der Landwirtschaft finden
- Bäcker einstellen und Fleischer einstellen
Wenn es schnell gehen muss, hilft der Ratgeber kurzfristig Mitarbeiter finden. Du willst Leute aus anderen Berufen holen? Dann lies Quereinsteiger im Handwerk.
Fünf häufige Fehler bei der Suche
- Zu spät anfangen. Die Suche beginnt, wenn der Monteur gekündigt hat. Dann bleiben dir oft nur die Wochen seiner Kündigungsfrist. Und ein guter Geselle, der zu dir wechselt, hat selbst eine Kündigungsfrist. Such dauerhaft, auch wenn gerade keiner geht. Dann hast du den Vorsprung.
- Kein Gehalt nennen. Handwerker vergleichen zuerst den Lohn. Eine Anzeige ohne Zahl wird übersprungen. Redest du nicht über Geld, redet der Bewerber mit dem Betrieb, der es tut.
- Zu langsam antworten. Eine Bewerbung, die eine Woche liegt, ist oft weg. Wer heute anruft, bekommt den Termin. Leg fest, wer im Betrieb Bewerbungen am selben Tag beantwortet. Auch dann, wenn du auf der Baustelle bist.
- Nur einen Weg gehen. Eine Anzeige schalten und warten ist kein Plan. Geh zwei bis drei Wege gleichzeitig. Mindestens einer davon sollte Leute erreichen, die nicht suchen.
- Die Stelle nicht verkaufen. „Wir suchen einen motivierten Anlagenmechaniker“ steht in jeder Anzeige. Was ist bei dir anders? Feste Kolonne, Firmenwagen zum Mitnehmen, kein Wochenenddienst, kurze Wege. Schreib das hin, konkret.
Ein Fehler kommt danach: Leute finden und dann verlieren. Wer in der Probezeit wieder geht, hat dich Zeit und Geld gekostet. Gib jedem Neuen einen festen Ansprechpartner für die ersten Wochen. Und plan den ersten Tag. Das hält mehr Leute als jede Prämie.
Häufige Fragen
Welcher Weg ist der schnellste, um einen Handwerker zu finden?
Das hängt an der Stelle. Für Helfer und Fahrer sind Anzeige und Arbeitsagentur oft schnell. Bei Gesellen in Engpassberufen, Meistern und Bauleitern sprich Leute an, die nicht suchen: über Empfehlungen, soziale Netzwerke oder direkt. Am schnellsten bist du mit mehreren Wegen gleichzeitig.
Lohnt sich eine Stellenanzeige überhaupt noch?
Ja, als ein Weg unter mehreren. Sie kostet wenig und erreicht die, die gerade suchen. In Berufen mit großer Lücke reicht sie allein meistens nicht. Die meisten passenden Fachkräfte haben einen Job und lesen keine Anzeigen.
Kann ich Social Recruiting nicht einfach selbst machen?
Ja. Du brauchst ein Werbekonto, Bilder aus deinem Betrieb und einen Text mit einem Grund zum Wechseln. Vor allem brauchst du Zeit, denn jemand muss sortieren und am selben Tag nachtelefonieren. Ohne Erfahrung kostet der Anfang Werbegeld. Wie es genau geht, steht auf unserer Seite zum Social Recruiting.
Was kostet die Arbeitsagentur?
Nichts. Der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit ist für Betriebe kostenfrei. Du erreichst dort vor allem Menschen, die arbeitsuchend gemeldet sind.
Ab wann lohnt sich eine Personalvermittlung?
Wenn eine Stelle seit Monaten offen ist oder eine Schlüsselstelle wie Meister oder Bauleiter fehlt. Oder wenn dir die Zeit für Suche, Sortieren und Telefonieren fehlt. Rechne dagegen, was die offene Stelle jeden Monat kostet. Also liegen gebliebene Aufträge, Überstunden im Team und Leute, die deshalb selbst gehen.
Quellen
Jede Zahl auf dieser Seite hat eine Quelle. Hier steht, welche, mit Stand.
- KOFA Kompakt 7/2026: Fachkräftesicherung im Handwerk. Ausbildung zwischen Krise und Renaissance (Institut der deutschen Wirtschaft), Stand 06/2026
- Bundesagentur für Arbeit: Arbeitgeber-Service, Stand 13.10.2026
- Google Search Central: Strukturierte Daten für Stellenausschreibungen (JobPosting), Stand 12.09.2026
- Handwerksordnung § 41b: Feststellung der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit, Stand 13.10.2026
- Aufenthaltsgesetz § 81a: Beschleunigtes Fachkräfteverfahren, Stand 13.10.2026


Weg 6 und 7: Social Recruiting und Direktansprache
Ab hier geht es um Leute, die nicht suchen. Zu ihnen gehört der größte Teil der Fachkräfte, die du brauchst.
Weg 6: Social Recruiting. Das heißt: Du sprichst Fachkräfte dort an, wo sie ohnehin sind. Also auf Facebook und Instagram, mit einer Anzeige in deiner Region. Die Anzeige verkauft keine Stelle. Sie gibt einen Grund zu wechseln. Vorteil: Du erreichst Gesellen, die nie auf eine Jobbörse gehen würden. Nachteil: Ohne Erfahrung gibst du schnell viel Werbegeld aus. Und es kommen Bewerbungen von Leuten, die mit dem Handwerk nichts zu tun haben. Jemand muss sortieren, nachtelefonieren und Termine machen. Wie das im Einzelnen abläuft und woran es meistens scheitert, steht auf der Seite Social Recruiting für Handwerksbetriebe.
Weg 7: Direktansprache. Der Fachbegriff dafür lautet Active Sourcing. Du sprichst eine bestimmte Person gezielt an. Zum Beispiel über ein Berufsnetzwerk oder über Kontakte. Vorteil: Bei Meistern, Bauleitern und Projektleitern ist das oft der einzige Weg. Von ihnen gibt es einfach zu wenige. Nachteil: Es braucht Zeit, Taktgefühl und Verschwiegenheit. Schreibst du im eigenen Ort den Monteur vom Wettbewerber an, solltest du wissen, was du tust. Beim Abwerben gibt es rechtliche Grenzen. Das ist keine Rechtsberatung. Sprich vorher mit jemandem, der sich damit auskennt.