Zwei Instandhalter an der geoeffneten Maschine, Werkzeug im Vordergrund

Industriemechaniker: was der Beruf zahlt und verlangt

Was Industriemechaniker in der Instandhaltung verdienen, welches Schichtmodell üblich ist und was du mitbringen musst. Gehalt mit Quelle.

Gerade ist in diesem Beruf nichts offen.

Trag dich trotzdem ein. Für diesen Beruf suchen wir immer wieder, und kommt etwas herein, sagen wir es dir.

Wie es um Industriemechaniker steht

Was Industriemechaniker wirklich machen

Industriemechaniker ist mit über zweihundertdreißigtausend Fachkräften einer der größten technischen Berufe des Landes, und trotzdem weiß außerhalb der Industrie kaum jemand, was er tut. Das liegt daran, dass sein Erfolg unsichtbar ist: Wenn er seine Arbeit macht, läuft eine Anlage weiter, und niemand redet darüber.

Der Kern ist Instandhaltung, und das ist mehr als Reparieren. Es beginnt bei der geplanten Wartung, geht über die Inspektion und endet bei der Störungsbehebung, wenn trotzdem etwas ausfällt. Dazu kommen Umbauten: Wenn ein Betrieb ein neues Produkt fährt, muss jemand die Anlage anpassen, und das ist selten ein Bausatz. In vielen Betrieben kommt die Montage neuer Maschinen dazu, gelegentlich beim Kunden.

Der Beruf hat vier Fachrichtungen, aber im Alltag ist eine Unterscheidung wichtiger: Produktionstechnik oder Betriebstechnik. In der Produktionstechnik arbeitest du an der Fertigung selbst, richtest ein, rüstest um, optimierst Takte. In der Betriebstechnik hältst du in Schuss, was das Werk am Laufen hält, und das schließt Druckluft, Hydraulik, Fördertechnik und Gebäudetechnik ein. Beides steht in Anzeigen unter demselben Namen.

Was diesen Beruf von einem reinen Maschinenschlosser unterscheidet, ist die Nähe zur Elektrik und zur Steuerung. Kaum eine Anlage ist heute rein mechanisch. Wer eine Störung sucht, muss zumindest beurteilen können, ob das Problem im Mechanischen, im Pneumatischen oder in der Steuerung liegt, bevor er den Kollegen aus der Elektrik holt. Genau diese Grenzgängerei ist das, wofür Betriebe zahlen, und sie ist der Grund, warum der Beruf im Gehalt näher an der Elektrotechnik liegt als am Metallbau.

Was den Alltag entscheidet, ist wie in jeder Instandhaltung die Schicht. Wechselschicht, Rufbereitschaft oder Normalschicht sind drei verschiedene Leben unter derselben Berufsbezeichnung. Dazu kommt die Größe der Abteilung: Eine Instandhaltung mit zwölf Leuten hat Schichtübergabe, Ersatzteillager und Vertretung; eine mit zweien hat das nicht. Beides steht in derselben Anzeige. Wir fragen es ab.

Der Weg hinein führt über die dreieinhalbjährige Ausbildung. Quereinstieg gelingt aus verwandten Metallberufen, vor allem aus dem Metallbau und der Zerspanung, und dauert dort meist ein Jahr bis zur vollen Einsetzbarkeit. Nach dem Gesellenbrief sind die Wege breit: Techniker, Meister, Instandhaltungsplanung, oder Spezialisierung auf Hydraulik, Pneumatik oder Schweißen.

Beim Geld gehört der Beruf zur Spitzengruppe der gewerblich-technischen Fachkräfte. Der Median liegt über dem des Metallbaus und über dem der Zerspanung, und die Spanne von rund fünfzehnhundert Euro zwischen unterem und oberem Viertel ist eine der breitesten im ganzen Handwerk. Was nach oben trägt: Schichtbereitschaft, Erfahrung mit der konkreten Anlagenart und die Ruhe, eine Störung einzugrenzen, während die Produktion daneben wartet. Die Zahlen stehen unten, mit Quelle.

Was du als Industriemechaniker machst

  • Maschinen und Anlagen warten, inspizieren und instand setzen
  • Störungen eingrenzen und beheben, mechanisch, hydraulisch und pneumatisch
  • Anlagen umbauen und anpassen, wenn sich Produkt oder Takt ändern
  • Neue Maschinen montieren und in Betrieb nehmen, je nach Betrieb auch beim Kunden
  • Wartungen dokumentieren und Ersatzteilbedarf melden, bevor etwas ausfällt

Was du mitbringen musst

  • Abgeschlossene Ausbildung als Industriemechaniker oder in einem verwandten Metallberuf. Quereinstieg aus Metallbau und Zerspanung ist üblich.
  • Störungssuche unter Zeitdruck. Das ist die Fähigkeit, für die dieser Beruf bezahlt wird.
  • Grundverständnis für Hydraulik, Pneumatik und die Schnittstelle zur Elektrik. Nicht die Elektrik selbst, aber die Fähigkeit zu beurteilen, wo das Problem liegt.
  • Bereitschaft zu Schicht oder Rufbereitschaft, je nach Stelle. Was verlangt wird, steht bei uns in der Anzeige.

Häufige Fragen

Ich komme aus dem Metallbau. Wie lange dauert die Einarbeitung?

Meist etwa ein Jahr bis zur vollen Einsetzbarkeit, und das ist kein Makel, sondern die Regel. Handwerklich bringst du fast alles mit; was fehlt, ist die Anlage und ihre Eigenheiten. Entscheidend ist, ob der Betrieb das einplant, und das fragen wir vorher ab.

Wie groß ist die Instandhaltung?

Die wichtigste Frage im ersten Gespräch, und fast nie in der Anzeige. Zwölf Leute heißen Schichtübergabe, Ersatzteillager und Vertretung im Urlaub. Zwei Leute heißen: Wenn der andere frei hat, hast du Rufbereitschaft. Wir fragen die Zahl ab und schreiben sie in die Anzeige.

Muss ich Schicht fahren?

Kommt auf den Betrieb an, und es ist der größte Unterschied zwischen zwei sonst gleichen Stellen. Wechselschicht, Rufbereitschaft oder Normalschicht steht bei uns in jeder Anzeige, weil es über dein Leben entscheidet und nicht nur über die Zuschläge.

Brauche ich Kenntnisse in der Steuerungstechnik?

Beurteilen können ja, programmieren nein. Wer erkennt, ob eine Störung mechanisch, pneumatisch oder in der Steuerung liegt, spart dem Betrieb jedes Mal eine Stunde. Genau diese Grenzgängerei ist der Grund, warum dieser Beruf näher an der Elektrotechnik bezahlt wird als am Metallbau.

Was kostet mich das?

Nichts. Unsere Arbeit bezahlt der Betrieb, der eine Fachkraft sucht. Für dich ist die Bewerbung kostenlos.

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