
Landschaftsgärtner: was der Beruf zahlt und verlangt
Was Landschaftsgärtner verdienen, warum Galabau ein Bauberuf ist und was im Winter passiert. Gehalt mit Quelle, neue Stellen bekommst du per Nachricht.
Gerade ist in diesem Beruf nichts offen.
Trag dich trotzdem ein. Für diesen Beruf suchen wir immer wieder, und kommt etwas herein, sagen wir es dir.
Wie es um Landschaftsgärtner steht
3.431 €
So viel verdient ein Landschaftsgärtner im Monat, in der Mitte.
Brutto, Vollzeit, bundesweit. Ein Viertel liegt unter 2.907 €, ein Viertel über 4.000 €. Die Spanne von knapp elfhundert Euro entscheidet sich an Maschinenscheinen, Pflasterqualität, Bewässerungstechnik und der Frage, ob du eine Kolonne führen kannst.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgattung 12142 Berufe im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, fachlich ausgerichtete Tätigkeiten. Stand 2025-12.
43.752
So viele Landschaftsgärtner arbeiten in Deutschland als Fachkraft.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in dieser Berufsgattung. Die anderen Fachrichtungen des Gärtnerberufs, etwa Zierpflanzenbau oder Baumschule, werden getrennt gezählt und sind hier nicht enthalten.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Besetzung der Berufsgattung 12142. Stand 2025-12.
Was Landschaftsgärtner wirklich machen
Landschaftsgärtner ist der Beruf mit dem größten Abstand zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Wer an Blumen denkt, denkt falsch. Der Garten- und Landschaftsbau ist ein Bauberuf: Erdarbeiten, Entwässerung, Pflasterung, Mauern, Treppen, Zäune, Bewässerungstechnik, und irgendwann am Ende auch Pflanzen. In vielen Betrieben macht die Vegetationstechnik weniger als ein Drittel der Arbeitszeit aus.
Das erklärt auch, warum der Beruf so viele Quereinsteiger aus anderen Bauberufen aufnimmt und warum sie sich schnell zurechtfinden. Wer pflastern kann, kann im GaLaBau arbeiten. Was dazukommt, ist das Wissen über Boden, Wasser und Pflanzen, und das lernt man in den ersten zwei Jahren nebenher.
Die Arbeit teilt sich in zwei Welten, die selten in derselben Anzeige stehen. Neuanlage heißt: Ein Grundstück ist roh, und am Ende ist es ein Garten, eine Außenanlage, ein Spielplatz oder ein Sportplatz. Das ist Projektarbeit mit Maschinen, Plan und Termin. Pflege heißt: dieselben Flächen ein Leben lang betreuen, Schnitt, Rasen, Wechselbepflanzung, oft für Kommunen oder Wohnungsgesellschaften im festen Turnus. Neuanlage ist abwechslungsreicher und härter, Pflege ist ruhiger und planbarer. Beides ist derselbe Beruf.
Was den Alltag entscheidet, ist die Maschinenausstattung. Ein Betrieb mit Minibagger, Rüttelplatte, Radlader und Kipper arbeitet anders als einer, in dem Erde mit der Schubkarre bewegt wird. Der Unterschied landet nicht auf dem Lohnzettel, sondern im Rücken. Frag im ersten Gespräch danach, und frag gleich mit, wer die Maschinen fahren darf: Ein Baggerschein macht dich in diesem Gewerk deutlich wertvoller, und viele Betriebe bezahlen ihn.
Die Saison ist die zweite große Frage. Der GaLaBau hat eine ausgeprägte Saison von März bis November, und was im Winter passiert, unterscheidet Betriebe stärker als der Stundenlohn. Manche fahren mit Pflege, Baumfällungen und Winterdienst durch. Andere nutzen das Saison-Kurzarbeitergeld. Wieder andere entlassen im Dezember und stellen im März neu ein, und das ist eine ganz andere Zusage.
Ein Punkt, den niemand vorher sagt und der die Zufriedenheit in diesem Beruf stärker prägt als der Lohn: die Fahrtzeit. Der GaLaBau arbeitet auf wechselnden Baustellen, und die Kolonne fährt morgens vom Hof los. Ob das eine Viertelstunde ist oder anderthalb, entscheidet über die Länge deines Tages, und ob die Fahrtzeit bezahlt wird, entscheidet über den Stundenlohn, den du wirklich bekommst. Zwei Betriebe mit demselben Tariflohn können sich darin um über zehn Prozent unterscheiden. Frag beides im ersten Gespräch, und rechne es dir aus.
Der Weg hinein führt über die dreijährige Ausbildung zum Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Nach dem Gesellenbrief geht es weiter über Vorarbeiter, Werkpolier, Meister oder Techniker. Der Vorarbeiter ist der Schritt, für den am meisten gesucht wird und bei dem sich das Gehalt am spürbarsten bewegt.
Beim Geld liegt der Beruf im unteren Mittelfeld der Bauberufe, mit einer Spanne von knapp elfhundert Euro. Was nach oben trägt: Maschinenscheine, Pflasterqualität, Bewässerungs- und Beregnungstechnik, und die Fähigkeit, eine Kolonne so zu führen, dass sie zusammenbleibt. Die Zahlen stehen unten, mit Quelle.
Was du als Landschaftsgärtner machst
- Außenanlagen herstellen: Erdarbeiten, Entwässerung, Unterbau, Pflaster und Plattenbeläge
- Mauern, Treppen, Zäune und Sichtschutz bauen
- Pflanzen setzen, Rasen anlegen, Bewässerungs- und Beregnungsanlagen einbauen
- Grünflächen pflegen: Schnitt, Rasenpflege, Wechselbepflanzung im festen Turnus
- Baumaschinen bedienen, je nach Schein Minibagger, Radlader und Rüttelplatte
Was du mitbringen musst
- Abgeschlossene Ausbildung als Gärtner im Garten- und Landschaftsbau. Quereinstieg aus anderen Bauberufen ist häufig und wird von vielen Betrieben eingeplant.
- Sauberes Pflastern. Das ist im GaLaBau die Fähigkeit, an der ein Betrieb dich nach zwei Tagen einschätzt.
- Wetterfestigkeit. Die Saison läuft von März bis November, und sie läuft draußen.
- Führerschein Klasse B, besser BE. Ein Baggerschein macht dich deutlich wertvoller, und viele Betriebe bezahlen ihn.
Häufige Fragen
Was passiert im Winter?
Die wichtigste Frage in diesem Beruf. Manche Betriebe fahren mit Pflege, Fällungen und Winterdienst durch, andere nutzen Saison-Kurzarbeitergeld, wieder andere entlassen im Dezember und stellen im März neu ein. Das sind drei völlig verschiedene Zusagen, und wir fragen sie bei jedem Betrieb ab.
Neuanlage oder Pflege?
Neuanlage ist Projektarbeit mit Maschinen, Plan und Termin, abwechslungsreicher und härter. Pflege ist fester Turnus, ruhiger und planbarer. Die meisten Betriebe machen beides und teilen fest ein. Was für dich gilt, gehört vor der Zusage geklärt.
Ich komme aus dem Tiefbau. Passt das?
Sehr gut sogar. Der GaLaBau ist ein Bauberuf, und wer pflastern und Erdarbeiten kann, bringt das Wichtigste mit. Boden, Wasser und Pflanzen lernst du nebenher. Betriebe rechnen damit, und wir sagen dir, welche es einplanen.
Zahlt der Betrieb den Baggerschein?
Viele ja, weil sie ohnehin jemanden brauchen, der fahren darf. Frag im ersten Gespräch danach. Es ist in diesem Gewerk die günstigste Weiterbildung mit der größten Wirkung auf das Gehalt.
Was kostet mich das?
Nichts. Unsere Arbeit bezahlt der Betrieb, der eine Fachkraft sucht. Für dich ist die Bewerbung kostenlos.
Nichts Passendes gefunden?
Fünf kurze Fragen, kein Lebenslauf nötig. Wir melden uns, sobald etwas in deiner Nähe frei wird.
