
Maler und Lackierer: was der Beruf zahlt und verlangt
Was Maler und Lackierer verdienen, welche drei Fachrichtungen es gibt und worauf du bei Auftragsart und Ausstattung achtest. Gehalt mit Quelle.
Gerade ist in diesem Beruf nichts offen.
Trag dich trotzdem ein. Für diesen Beruf suchen wir immer wieder, und kommt etwas herein, sagen wir es dir.
Wie es um Maler und Lackierer steht
3.327 €
So viel verdient ein Maler und Lackierer im Monat, in der Mitte.
Brutto, Vollzeit, bundesweit. Ein Viertel liegt unter 2.958 €, ein Viertel über 3.676 €. Das liegt unter Maurer und Dachdecker, und die Spanne von gut siebenhundert Euro ist enger als in den technischen Berufen. Der Hebel liegt deshalb weniger in der Verhandlung als im Wechsel der Fachrichtung.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgattung 33212 Berufe für Maler- und Lackiererarbeiten, fachlich ausgerichtete Tätigkeiten. Stand 2025-12.
78.441
So viele Maler und Lackierer arbeiten in Deutschland als Fachkraft.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in dieser Berufsgattung. Die Zahl zählt nur Fachkräfte; angelernte Kräfte, die es in diesem Gewerk besonders viele gibt, werden in einer eigenen Gattung geführt und sind hier nicht enthalten.
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Besetzung der Berufsgattung 33212. Stand 2025-12.
Was Maler und Lackierer wirklich machen
Maler und Lackierer ist der Beruf, den am meisten Menschen zu kennen glauben und am wenigsten kennen. Wer an Rolle und Eimer denkt, denkt an einen kleinen Ausschnitt. Die Ausbildung hat drei Fachrichtungen, und zwei davon haben mit Streichen fast nichts zu tun.
Gestaltung und Instandhaltung ist die häufigste: Anstriche, Tapeten, Spachteltechniken, Bodenbeläge, Trockenbau im Kleinen, und im Bestand die ganze Bandbreite von der Wohnungsrenovierung bis zur denkmalgerechten Instandsetzung. Kirchenmalerei und Denkmalpflege ist klein und eigen. Bauten- und Korrosionsschutz ist die dritte, und die ist wirtschaftlich die interessanteste: Stahlbauten, Brücken, Industrieanlagen, Behälter. Dort geht es nicht um Farbe, sondern darum, dass Stahl nicht rostet, und das ist eine geprüfte Beschichtung mit Schichtdickenmessung und Protokoll.
Diese dritte Fachrichtung ist der Grund, warum die Gehaltsspanne in diesem Beruf so aussagekräftig ist. Korrosionsschutz zahlt deutlich besser als Wohnungsrenovierung, verlangt aber Bereitschaft zu Montage, Höhe und oft Atemschutz. Wer beides kann, hat in diesem Beruf die beste Verhandlungsposition, die es gibt.
Der Alltag im Malerhandwerk hat eine Eigenheit, die man kennen sollte: Man arbeitet oft dort, wo Menschen wohnen oder arbeiten. Das heißt Abdecken, Aufräumen, Rücksicht, und es heißt, dass der Kunde jeden Tag sieht, was man tut. Ein Betrieb, der Zeit für sauberes Arbeiten einplant, ist ein anderer Arbeitgeber als einer, der nach Quadratmetern kalkuliert und die Zeit für Abdeckarbeiten vergessen hat. Das merkt man in der ersten Woche.
Körperlich ist der Beruf leichter als Maurern oder Dachdecken, aber er ist nicht leicht. Über Kopf arbeiten, auf Leitern und Gerüsten stehen, Schleifstaub, und je nach Material Lösemittel. Die Schutzausrüstung ist deshalb kein Formalismus. Ein Betrieb, der Absaugung an den Schleifmaschinen hat, meint es ernst.
Der Weg hinein führt über die dreijährige Ausbildung, im Bau stufenweise über den Ausbaufacharbeiter nach zwei Jahren. Quereinstieg ist hier häufiger als in den meisten Handwerken, und viele Betriebe arbeiten mit angelernten Kräften. Wer den Gesellenbrief hat, sollte ihn deshalb im Gespräch ausdrücklich nennen; er ist im Malerhandwerk ein größeres Unterscheidungsmerkmal als anderswo.
Beim Geld liegt der Beruf unter dem Durchschnitt der Bauhandwerke, und das gehört klar gesagt statt schöngeredet. Der Median liegt spürbar unter dem des Maurers und des Dachdeckers. Die Spanne von gut siebenhundert Euro ist enger als in den technischen Berufen, und das heißt: Der Hebel liegt weniger in der Verhandlung als im Wechsel der Fachrichtung. Korrosionsschutz, Meister oder die eigene Firma sind die drei Wege nach oben. Die Zahlen stehen unten, mit Quelle.
Und der ehrlichste Rat für dieses Gewerk: Frag nach der Auftragsart. Ein Betrieb, der überwiegend für Wohnungsgesellschaften arbeitet, hat andere Takte und andere Preise als einer, der Privatkunden und Denkmalpflege macht. Beide suchen Maler, und die Arbeit hat wenig gemeinsam.
Was du als Maler und Lackierer machst
- Untergründe prüfen, vorbereiten, spachteln und grundieren
- Anstriche, Lasuren und Beschichtungen innen und außen aufbringen
- Tapezieren, Spachteltechniken ausführen, je nach Betrieb Bodenbeläge verlegen
- Im Korrosionsschutz: Stahlflächen entrosten, beschichten und Schichtdicken messen und protokollieren
- Wärmedämmverbundsysteme aufbringen und Fassaden instand setzen
Was du mitbringen musst
- Abgeschlossene Ausbildung als Maler und Lackierer. Ausbaufacharbeiter mit Malerarbeiten reicht bei einem Teil der Betriebe.
- Sauberes Arbeiten in bewohnten Räumen. Abdecken und Aufräumen gehören zur Leistung und nicht zur Nacharbeit.
- Schwindelfreiheit für Gerüst- und Fassadenarbeiten.
- Führerschein Klasse B, weil die Baustelle täglich wechseln kann.
Häufige Fragen
Lohnt sich der Wechsel in den Korrosionsschutz?
Beim Geld deutlich, und es ist der größte Hebel, den dieser Beruf hergibt. Dafür kommen Montage, Höhe und oft Atemschutz dazu. Wer beides kann, Gestaltung und Korrosionsschutz, hat die beste Verhandlungsposition im ganzen Gewerk.
Wohnungsgesellschaft oder Privatkunde?
Zwei verschiedene Arbeiten unter einer Berufsbezeichnung. Wohnungsgesellschaften heißen Takt und feste Preise, Privatkunden und Denkmalpflege heißen Zeit und Anspruch. Wir fragen bei jedem Betrieb ab, was er überwiegend macht, und es steht in der Anzeige.
Ich bin angelernt und habe keinen Gesellenbrief.
Im Malerhandwerk arbeiten viele Betriebe mit angelernten Kräften, du hast also Chancen. Umgekehrt gilt: Wenn du den Brief hast, nenn ihn ausdrücklich. Er unterscheidet dich hier stärker als in anderen Handwerken.
Warum verdient man hier weniger als am Bau?
Weil der Beruf schneller zu besetzen ist und viele Betriebe mit Angelernten arbeiten. Wir reden das nicht schön: Der Median liegt spürbar unter Maurer und Dachdecker. Die Zahlen stehen bei uns mit Quelle, du kannst sie nebeneinanderlegen.
Was kostet mich das?
Nichts. Unsere Arbeit bezahlt der Betrieb, der eine Fachkraft sucht. Für dich ist die Bewerbung kostenlos.
Nichts Passendes gefunden?
Fünf kurze Fragen, kein Lebenslauf nötig. Wir melden uns, sobald etwas in deiner Nähe frei wird.
