Schweisser mit Schirm am Stahlrahmen, Funkenflug, Absaugung

Metallbauer: was der Beruf zahlt und verlangt

Was Metallbauer und Schlosser verdienen, wie Werkstatt und Montage sich unterscheiden und wer die Schweißprüfung zahlt. Gehalt mit Quelle.

Gerade ist in diesem Beruf nichts offen.

Trag dich trotzdem ein. Für diesen Beruf suchen wir immer wieder, und kommt etwas herein, sagen wir es dir.

Wie es um Metallbauer steht

  • 3.760 €

    So viel verdient ein Metallbauer im Monat, in der Mitte.

    Brutto, Vollzeit, bundesweit. Ein Viertel liegt unter 3.179 €, ein Viertel über 4.476 €. Die Spanne von rund dreizehnhundert Euro ist breiter als in den meisten Bauhandwerken, und sie entscheidet sich an Schweißprüfungen, Stahlbau nach Norm und der Frage, ob du aus einer Zeichnung ein Bauteil machst, ohne dreimal nachzufragen.

    Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Berufsgattung 24412 Berufe im Metallbau, fachlich ausgerichtete Tätigkeiten. Stand 2025-12.

  • 143.040

    So viele Metallbauer arbeiten in Deutschland als Fachkraft.

    Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in dieser Berufsgattung. Damit ist der Metallbau einer der größten technischen Berufe des Landes, und er hängt am Bau und an der Industrie zugleich. Wenn der Wohnungsbau stockt, laufen Instandhaltung und Anlagenbau weiter.

    Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas, Besetzung der Berufsgattung 24412. Stand 2025-12.

Was Metallbauer wirklich machen

Metallbauer ist der Beruf, in dem "Schlosser" immer noch das gebräuchlichere Wort ist, obwohl es die Ausbildung so seit über dreißig Jahren nicht mehr gibt. Das ist kein Sprachdetail, sondern für die Stellensuche wichtig: Wer nur nach "Metallbauer" sucht, übersieht die Hälfte der Anzeigen, und wer nur nach "Schlosser" sucht, die andere. Betriebe schreiben, was ihre Leute sagen, und ihre Leute sagen Schlosser.

Der Beruf hat drei Fachrichtungen, und sie führen in drei verschiedene Betriebe. Konstruktionstechnik ist die häufigste: Stahlbau, Geländer, Treppen, Tore, Hallen, alles, was aus Profil und Blech zusammengeschweißt wird. Metallgestaltung ist das kunsthandwerkliche Ende, klein und eigen. Nutzfahrzeugbau ist Aufbauten, Anhänger, Fahrzeugtechnik, und dort arbeitet man an etwas, das nachher auf die Straße geht und deshalb ganz eigenen Vorschriften unterliegt.

Was den Alltag mehr bestimmt als die Fachrichtung, ist die Frage Werkstatt oder Montage. In der Werkstatt baust du zusammen, in Ruhe, mit deinen Maschinen und deinem Werkzeug. Auf der Montage baust du ein, im Rohbau, bei Wind, mit Maßen, die selten genau die aus der Zeichnung sind. Viele Betriebe machen beides und teilen ihre Leute fest ein. Wer das nicht vorher klärt, arbeitet unter Umständen jahrelang an der falschen Stelle.

Handwerklich hängt alles am Schweißen. Ein Metallbauer ohne gültige Schweißprüfung ist in vielen Betrieben nur eingeschränkt einsetzbar, und im Stahlbau nach den einschlägigen Normen gar nicht. Die Prüfungen sind befristet und müssen verlängert werden. Wer sie hat, sollte es in die Bewerbung schreiben; wer sie nicht hat, sollte fragen, ob der Betrieb sie bezahlt. Das ist die eine Frage, die in diesem Beruf am meisten Geld bewegt, und sie kostet nichts.

Der Weg hinein führt über die dreieinhalbjährige Ausbildung. Quereinstieg gibt es, meist aus verwandten Metallberufen, und er funktioniert, wenn das Schweißen sitzt. Nach dem Gesellenbrief sind die Wege breit: Meister, Techniker, Schweißfachmann, Konstruktion mit CAD, oder Spezialisierung auf Türen und Tore mit ihren eigenen Sicherheitsanforderungen.

Beim Geld liegt der Beruf im soliden Mittelfeld, mit einer Spanne von rund dreizehnhundert Euro zwischen unterem und oberem Viertel. Diese Spanne ist die Nachricht: Sie ist breiter als in den meisten Bauhandwerken, und was einen darin nach oben bringt, sind vor allem drei Dinge. Gültige Schweißprüfungen für die Verfahren, die der Betrieb braucht. Erfahrung im Stahlbau nach Norm, weil dort die Haftung liegt. Und die Fähigkeit, aus einer Zeichnung ein Bauteil zu machen, ohne dreimal nachzufragen. Die Zahlen stehen unten, mit Quelle.

Ein Wort zur Branche: Der Metallbau hängt am Bau und an der Industrie zugleich und ist damit weniger konjunkturanfällig als beides einzeln. Wenn der Wohnungsbau stockt, laufen Industrieanlagen und Instandhaltung weiter. Das ist kein Versprechen, aber es erklärt, warum dieser Beruf über die Jahre stabiler nachgefragt wird als der reine Hochbau.

Was du als Metallbauer machst

  • Bauteile aus Stahl und Aluminium anreißen, zuschneiden, kanten und zusammenbauen
  • Schweißen nach Verfahren und Norm, je nach Betrieb MAG, WIG oder beides
  • Geländer, Treppen, Tore und Stahlkonstruktionen fertigen und auf der Baustelle einbauen
  • Zeichnungen lesen und die Maße vor Ort gegen die Wirklichkeit prüfen
  • Bestehende Konstruktionen instand setzen, ändern und nachrüsten

Was du mitbringen musst

  • Abgeschlossene Ausbildung als Metallbauer, Schlosser oder in einem verwandten Metallberuf.
  • Schweißen. Gültige Prüfungen für die Verfahren des Betriebs sind der größte einzelne Hebel beim Gehalt; wer sie nicht hat, sollte fragen, ob der Betrieb sie bezahlt.
  • Zeichnungen sicher lesen, einschließlich Schweißsymbolik und Toleranzangaben.
  • Führerschein Klasse B, bei Montagestellen häufig BE.

Häufige Fragen

Werkstatt oder Montage?

Das ist die Frage, die deinen Alltag entscheidet, und sie steht selten in einer Anzeige. Wir fragen sie beim Betrieb ab. Werkstatt heißt Ruhe, eigene Maschinen und Feierabend zu Hause; Montage heißt Rohbau, Wetter und Maße, die nicht stimmen. Was gilt, steht bei uns in der Anzeige.

Meine Schweißprüfung ist abgelaufen. Ist das ein Ausschluss?

Fast nie, aber es gehört auf den Tisch. Viele Betriebe verlängern die Prüfung auf eigene Kosten, weil sie ohnehin einen Schweißfachmann im Haus haben. Frag danach im ersten Gespräch. Es ist die eine Frage in diesem Beruf, die am meisten Geld bewegt und nichts kostet.

Ich sage Schlosser, in der Anzeige steht Metallbauer. Ist das dasselbe?

In aller Regel ja. Die Ausbildung heißt seit über dreißig Jahren Metallbauer, in den Betrieben sagt fast jeder Schlosser. Such nach beiden Wörtern, sonst siehst du nur die Hälfte des Marktes.

Erfährt mein Arbeitgeber, dass ich mich umsehe?

Nein. Wir rufen dich auf deiner Nummer an, nicht in der Firma, und dein Name geht erst dann zu einem Betrieb, wenn du bei genau diesem Betrieb Ja gesagt hast.

Was kostet mich das?

Nichts. Unsere Arbeit bezahlt der Betrieb, der eine Fachkraft sucht. Für dich ist die Bewerbung kostenlos.

Nichts Passendes gefunden?

Initiativ bewerben

Fünf kurze Fragen, kein Lebenslauf nötig. Wir melden uns, sobald etwas in deiner Nähe frei wird.