Rohrverlegung im Grabenverbau, Bagger, Warnkleidung

Rohrleitungsbauer: was der Beruf zahlt und verlangt

Was Rohrleitungsbauer für Wasser, Gas und Fernwärme verdienen und welche Qualifizierungen zählen. Gehalt mit Quelle, neue Stellen per Nachricht.

Gerade ist in diesem Beruf nichts offen.

Trag dich trotzdem ein. Für diesen Beruf suchen wir immer wieder, und kommt etwas herein, sagen wir es dir.

Wie es um Rohrleitungsbauer steht

Was Rohrleitungsbauer wirklich machen

Rohrleitungsbauer ist der Beruf, der dafür sorgt, dass Wasser, Gas und Wärme dort ankommen, wo sie gebraucht werden, und er ist einer der am besten bezahlten Facharbeiterberufe am Bau. Beides hat denselben Grund: Es geht um Medien unter Druck, es gibt kaum Toleranz für Fehler, und es gibt zu wenige Leute, die es können.

Die Arbeit spielt sich im Graben ab, aber sie ist keine Erdarbeit. Das Baggern macht in vielen Betrieben ein Kollege oder ein Nachunternehmer. Der Rohrleitungsbauer verbindet: Er schweißt Stahlleitungen, verschweißt Kunststoffrohre durch Heizelement- oder Elektroschweißung, setzt Formstücke, Schieber und Hausanschlüsse, führt Druckproben durch und dokumentiert. Diese Dokumentation ist kein Beiwerk. Bei Gasleitungen ist sie Teil der Sicherheitsnachweise, und wer sie schlampig führt, verursacht Kosten, die ein Vielfaches der eigenen Arbeitszeit betragen.

Genau daran hängt auch die Zugangshürde. Wer an Gasleitungen arbeitet, braucht Qualifizierungen nach dem einschlägigen Regelwerk des Fachverbands für Gas und Wasser, und die sind auf Verfahren und Werkstoffe bezogen. Wer sie hat, hat einen Vorsprung, der sich beziffern lässt. Wer sie nicht hat, sollte fragen, ob der Betrieb sie bezahlt. In diesem Gewerk tun das die meisten, weil sie sonst niemanden bekommen.

Der Markt ist gerade ungewöhnlich gut. Drei Dinge kommen zusammen: Die Wasserleitungen aus den fünfziger und sechziger Jahren sind am Ende ihrer Lebensdauer und werden bundesweit erneuert. Die Fernwärmenetze werden ausgebaut, weil Kommunen ihre Wärmeplanung umsetzen müssen. Und die Gasnetze werden umgebaut, teils zurückgebaut, teils auf Wasserstofftauglichkeit geprüft. Jede dieser drei Aufgaben braucht dieselben Leute.

Was den Alltag entscheidet, ist die Frage nach der Montage. Netzbau läuft in Losen, und Lose wandern. Manche Betriebe arbeiten im festen Bereich für einen Netzbetreiber, andere ziehen mit dem Los. Der Unterschied zwischen abends zu Hause und Montagewoche mit Auslöse ist der größte in diesem Beruf, und er steht selten in der Anzeige. Bei uns steht er drin.

Der Weg hinein führt über die dreijährige Ausbildung zum Rohrleitungsbauer, im Bau stufenweise über den Tiefbaufacharbeiter nach zwei Jahren. Quereinstieg aus dem Tiefbau und aus der Sanitärtechnik ist häufig und funktioniert; was fehlt, sind meistens die Schweißqualifizierungen, und die sind lernbar.

Beim Geld liegt der Beruf deutlich über dem Durchschnitt der Bauhandwerke und über dem Maurer, dem Dachdecker und dem Metallbauer. Die Spanne von über sechzehnhundert Euro zwischen unterem und oberem Viertel ist sehr breit, und sie bildet vor allem ab, welche Qualifizierungen jemand hat und ob er auf Montage geht. Die Zahlen stehen unten, mit Quelle.

Ein Hinweis zum Schluss, der in diesem Gewerk zählt: Es ist ein kleiner Beruf. Rund sechsundzwanzigtausend Fachkräfte bundesweit, weniger als ein Zehntel der Kfz-Technik. Das heißt für dich, dass du in kleineren Städten unter Umständen nur zwei oder drei mögliche Arbeitgeber hast, und dass ein Wechsel oft mit einem Ortswechsel zusammenhängt.

Was du als Rohrleitungsbauer machst

  • Rohrleitungen für Wasser, Gas und Fernwärme verlegen und verbinden
  • Schweißen: Stahl nach Verfahren, Kunststoff durch Heizelement- und Elektroschweißung
  • Formstücke, Schieber, Hydranten und Hausanschlüsse setzen
  • Druckproben durchführen und die Ergebnisse nachweisfähig dokumentieren
  • Bestandsleitungen orten, freilegen, instand setzen und einbinden

Was du mitbringen musst

  • Abgeschlossene Ausbildung als Rohrleitungsbauer. Tiefbaufacharbeiter mit Erfahrung oder Quereinstieg aus der Sanitärtechnik zählt bei vielen Betrieben.
  • Schweißqualifizierungen für die Werkstoffe des Betriebs. Wer sie nicht hat: Die meisten Betriebe in diesem Gewerk bezahlen sie, weil sie sonst niemanden bekommen.
  • Sauberes Dokumentieren. Bei Gasleitungen ist die Dokumentation Teil der Sicherheitsnachweise und kein Papierkram.
  • Führerschein Klasse B, häufig BE oder C1E.

Häufige Fragen

Muss ich auf Montage?

Das ist die Frage, die deine Woche entscheidet. Netzbau läuft in Losen, und Lose wandern. Manche Betriebe arbeiten im festen Bereich für einen Netzbetreiber, andere ziehen mit dem Los und zahlen Auslöse. Was gilt, steht bei uns in der Anzeige.

Ich habe keine Gasqualifizierung.

Häufig, und selten ein Ausschluss. In diesem Gewerk bezahlen die meisten Betriebe die Qualifizierung, weil sie sonst niemanden bekommen. Frag im ersten Gespräch danach, und frag mit, für welche Werkstoffe und Verfahren.

Ich komme aus dem Sanitärbereich. Passt das?

Handwerklich in vielen Punkten ja, aber es ist ein anderer Maßstab: andere Durchmesser, andere Drücke, draußen statt drinnen, und die Dokumentationspflichten sind strenger. Rechne mit einer Einarbeitung, und such dir einen Betrieb, der sie einplant. Wir fragen das vorher ab.

Wie sicher ist der Beruf?

Zurzeit ungewöhnlich gut, und das hat drei Gründe, die alle nicht kurzfristig sind: die Erneuerung der Wasserleitungen aus den fünfziger und sechziger Jahren, der Ausbau der Fernwärme und der Umbau der Gasnetze. Alle drei brauchen dieselben Leute.

Was kostet mich das?

Nichts. Unsere Arbeit bezahlt der Betrieb, der eine Fachkraft sucht. Für dich ist die Bewerbung kostenlos.

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