Ist eine Anzeige auf Indeed kostenlos?
Ja, in Grenzen. Laut Indeed gilt seit dem 10. Dezember 2025: Jeder Arbeitgeber kann bis zu drei kostenlose Stellenanzeigen pro Kalendermonat direkt auf Indeed schalten. Jede bleibt bis zu 30 Tage aktiv. Eine feste Gebühr im Voraus fällt für das Schalten nicht an.
Die Einschränkung steht ebenfalls bei Indeed. Kostenlose Anzeigen erscheinen zwar in den passenden Suchergebnissen. Kommen neue Anzeigen dazu, rutschen sie aber nach unten. Suchen in deiner Stadt viele Betriebe Elektroniker, kann das schnell gehen. Woran du merkst, dass deine Anzeige kaum noch gesehen wird, steht im Ratgeber Keine Bewerbungen auf die Stellenanzeige.
- Über drei Anzeigen im Monat hinaus müssen weitere Anzeigen möglicherweise bezahlt geschaltet werden.
- Anzeigen, die automatisch übernommen werden, können eine bezahlte Schaltung erfordern. Etwa von deiner Karriereseite, aus einer Datenschnittstelle oder aus einem Bewerberprogramm. Das gilt, wenn du gleichzeitig Anzeigen direkt auf Indeed schaltest.
- Auch Stellen, die einen Umzug verlangen, und Anzeigen ohne Firmennamen können laut Indeed eine bezahlte Schaltung erfordern.
- Indeed kann auch ohne Angabe von Gründen eine bezahlte Schaltung verlangen. Die Liste ist nach Indeeds eigener Angabe nicht vollständig.
Gut zu wissen
Agenturen dürfen keine kostenlosen Konten nutzen. So steht es auf Indeeds Preisseite. Schaltet ein Dienstleister für dich, gelten also andere Bedingungen als für deinen Betrieb selbst.

So rechnet Indeed bezahlte Anzeigen ab
Indeed rechnet nach Ergebnis ab, nicht nach Laufzeit. Du zahlst nur, wenn jemand mit deiner Anzeige etwas tut. Was dabei zählt, hängt von der Einstellung deines Kontos ab.
| Abrechnung | Wann Kosten entstehen | Wann sie gilt |
|---|---|---|
| Pro Klick | Wenn jemand auf deine Stellenanzeige klickt | Bei einem Tagesbudget |
| Pro begonnener Bewerbung | Wenn jemand klickt, um sich zu bewerben, oder eine Bewerbung beginnt | Bei anderen Einstellungen, je nach Konto und Markt |
Wichtig für deine Rechnung: Ein Klick ist noch keine Bewerbung. Und eine begonnene Bewerbung ist noch keine abgeschickte. Mancher fängt am Handy an und gibt beim Hochladen des Lebenslaufs auf. Auch das kann dich Geld gekostet haben. Je einfacher dein Bewerbungsweg, desto mehr Bewerbungen kommen für dein Geld bei dir an.
Indeed weist selbst darauf hin: Die Abrechnungsarten können je nach Markt und Vertragsart anders sein. Das gilt auch dafür, ob es die Abrechnung pro begonnener Bewerbung gibt. Welche Art für dich gilt, siehst du beim Einrichten im Arbeitgeberkonto.
Was ein Klick oder eine Bewerbung kostet
Einen festen Betrag nennt Indeed auf seinen Preisseiten nicht. So war der Stand bei unserer Prüfung am 13. Oktober 2026. Der Preis entsteht aus einem Empfehlungssystem. Laut Indeed zählt dabei unter anderem, wie gut deine Anzeige neben ähnlichen Anzeigen dasteht. Außerdem, wo die Stelle liegt und wann du einstellen willst. Und wie viele Jobsuchende es für den Beruf gibt.
- Budgetempfehlung. Beim Anlegen schlägt Indeed ein Budget vor. Grundlage sind Jobtitel, Ort und Stellenbeschreibung. Die Empfehlung ist nicht bindend.
- Mindestbudget. Du darfst einen anderen Betrag wählen, solange er das Mindestbudget der Anzeige erreicht. Wie hoch das ist, hängt laut Indeed von der Zahl der Jobsuchenden ab. Außerdem von ähnlichen Anzeigen und vom gewählten Tarif. Den Betrag zeigt dir Indeed beim Anlegen an.
- Budget ändern. Das Budget lässt sich auch nach dem Schalten im Arbeitgeberkonto ändern.
Für das Handwerk heißt das: Suchen viele Betriebe denselben Beruf und wenige Fachkräfte eine Stelle, wird Sichtbarkeit eher teurer. In welchen Gewerken der Engpass besonders groß ist, zeigt der Ratgeber zum Fachkräftemangel im Handwerk. Was das für deine Anzeige heißt, siehst du erst bei der Empfehlung für deine Stelle.
Standard und Premium im Vergleich
Indeed bietet bezahlte Anzeigen in zwei Tarifen an. Premium kostet mehr als Standard. So steht es auf der Preisseite. Beträge stehen dort für keinen der beiden.
| Leistung laut Indeed | Standard | Premium |
|---|---|---|
| Bessere Sichtbarkeit in den Suchergebnissen als kostenlos | Ja | Ja |
| Automatisierte Nachrichten | Ja | Ja |
| Platzierung auf der ersten Seite | Nein | Ja |
| Kennzeichnung „Dringend gesucht“ | Nein | Ja |
| Logo und Bild in der Anzeige | Nein | Ja |
| Passende Kandidaten zur Bewerbung einladen | Nein | Ja |
Startgutschrift
Neue Konten in Deutschland bekommen laut Indeed 75 Euro gutgeschrieben, für die erste Premium-Anzeige. Die Gutschrift läuft ein Jahr nach dem Anlegen des Kontos ab. Danach zahlst du nach dem Budget, das du für Premium festlegst. Prüf vor dem Start, ob das Angebot noch gilt.
Rechnung, Pause und Kündigung
Die Rechnung kommt am ersten Tag des Monats. Sie gilt für die Klicks oder begonnenen Bewerbungen des Vormonats. Zahlst du per Kreditkarte, kommt sie früher, sobald 500 Euro offen sind. Bei der ersten bezahlten Anzeige kann Indeed einmal extra abrechnen, sobald 25 Euro erreicht sind. So prüft Indeed deine Zahlungsart. Das kann laut Indeed einige Stunden bis einige Tage dauern.
- Langfristige Verträge gibt es laut Indeed nicht. Du kannst eine bezahlte Anzeige jederzeit pausieren oder schließen.
- In beiden Fällen verschwindet die Anzeige aus den Suchergebnissen. Es entstehen keine weiteren Kosten. Eine pausierte Anzeige bleibt in deinem Konto. Eine geschlossene ist für besetzte Stellen gedacht.
- Stellst du von bezahlt auf kostenlos um, können noch Kosten für frühere Klicks anfallen. Sie liegen nach Indeeds Angabe nie über deinem höchsten Budget.
Was eine Einstellung über Indeed kostet
Teile alles, was du in einem Zeitraum ausgegeben hast, durch die Zahl der Einstellungen daraus. Nur diese Zahl kannst du mit anderen Wegen vergleichen. Die Kosten pro Klick sehen günstig aus. Sie sagen aber nichts darüber, ob am Ende jemand auf deiner Baustelle arbeitet.
| Zahl | Woher du sie bekommst | Was sie dir sagt |
|---|---|---|
| Ausgaben | Rechnungen von Indeed | Was du bezahlt hast |
| Klicks | Ergebnisübersicht im Arbeitgeberkonto | Wie viele die Anzeige geöffnet haben |
| Begonnene Bewerbungen | Ergebnisübersicht im Arbeitgeberkonto | Wie viele angefangen haben |
| Eingegangene Bewerbungen | Dein Postfach oder Konto | Was wirklich angekommen ist |
| Gespräche | Dein Kalender | Wie viele davon passten |
| Einstellungen | Deine Unterlagen | Wofür du das Geld ausgegeben hast |
Zu deinen Ausgaben gehört auch deine Zeit: Bewerbungen sichten, anrufen, Termine machen, absagen. Rechne die Stunden mit deinem eigenen Stundensatz ein. Und rechne die Monate mit, in denen die Stelle offen bleibt. Wie du die beziffern kannst, steht im Ratgeber Was kostet eine unbesetzte Stelle.
Zum Vergleich: ein Fall ohne Indeed
Carsmetik ist ein Smart-Repair-Betrieb in Gelsenkirchen. Der Betrieb suchte Fahrzeuglackierer. Aus 19 passenden Bewerbungen wurden vier Fahrzeuglackierer eingestellt. So steht es in einer früheren Referenzdarstellung. Gesucht hat die Lippe Personal GmbH, nicht Indeed. Der Fall zeigt, worauf es beim Rechnen ankommt. Auf das Verhältnis von Bewerbungen zu Einstellungen, nicht auf die Zahl der Klicks. Mehr dazu auf der Seite Carsmetik.
Für welche Stellen sich Indeed lohnt
Indeed lohnt sich vor allem dort, wo genug Leute aktiv nach deinem Beruf suchen. Eine Jobbörse erreicht Menschen, die selbst nach einer Stelle suchen. Für Helfer, Quereinsteiger und Berufe mit vielen Suchenden in deiner Region ist das oft ein guter und günstiger Anfang. Die ersten drei Anzeigen im Monat kosten ja nichts.
Schwieriger wird es bei Gesellen und Meistern in Engpassberufen. Viele von ihnen haben eine feste Stelle und suchen nicht. Also sehen sie auch keine bezahlte Anzeige. Mehr Budget macht deine Anzeige für Suchende sichtbarer. Es macht aber niemanden zum Suchenden. Für diese Leute gibt es Wege, die nicht auf eine Suche warten. Zum einen Anzeigen in sozialen Netzwerken, das Social Recruiting. Zum anderen die persönliche Ansprache einzelner Fachkräfte, die Direktansprache. Wann welcher Weg passt, vergleicht der Ratgeber Social Recruiting oder Personalvermittlung.
Checkliste vor der ersten bezahlten Anzeige
- Lass die Anzeige erst ein paar Tage kostenlos laufen und schau auf Aufrufe und Bewerbungen.
- Prüf den Text, bevor du Geld für Reichweite ausgibst: Gehalt, Ort, Arbeit konkret. Hilfe dazu gibt der Ratgeber Stellenanzeige im Handwerk schreiben.
- Bewirb dich selbst einmal am Handy. Jeder Abbruch im Bewerbungsweg kann dich Geld kosten.
- Schau nach, ob dein Konto pro Klick oder pro begonnener Bewerbung abrechnet.
- Leg ein Budget fest, das du auch ganz ausgeben würdest, und schreib es dir auf.
- Setz dir einen Termin, an dem du Ausgaben und Bewerbungen vergleichst. Kommt nichts Brauchbares, pausiere die Anzeige.
- Sorg dafür, dass jede Bewerbung innerhalb eines Werktags eine Antwort bekommt.
- Zähl am Ende die Einstellungen, nicht die Klicks.
Kommt trotz guter Anzeige und Budget nichts Passendes? Dann liegt es meist am Markt und nicht an Indeed. Rheinwerk Personal übernimmt für deinen Betrieb die gezielte Mitarbeitersuche. Wir sprechen Fachkräfte an, die gerade nicht suchen, in deiner Region und in deinem Namen. Wer passt, stellst du fest bei dir ein. Ob das für deine Stelle klappt, sagen wir dir vorher. Frag kostenlos und unverbindlich an: Jetzt Mitarbeiter finden.
Häufige Fragen
Was kostet eine Stellenanzeige auf Indeed im Monat?
Bis zu drei Anzeigen im Kalendermonat kosten nichts. Für bezahlte Anzeigen legst du selbst ein Budget fest. Indeed empfiehlt einen Betrag und setzt je Anzeige ein Mindestbudget. Einen festen Monatspreis nennt Indeed auf seinen Preisseiten nicht.
Zahle ich bei Indeed pro Bewerbung?
Je nach Konto und Markt zahlst du pro begonnener Bewerbung. Bei einem Tagesbudget zahlst du pro Klick. Pro begonnener Bewerbung heißt laut Indeed: Kosten entstehen schon, wenn jemand auf „Bewerben“ klickt oder eine Bewerbung anfängt.
Gibt es bei Indeed eine Mindestlaufzeit?
Nein. Laut Indeed gibt es keine langfristigen Verträge. Du kannst bezahlte Anzeigen jederzeit pausieren oder schließen. Danach entstehen keine weiteren Kosten.
Wie lange bleibt eine kostenlose Anzeige online?
Laut Indeed bis zu 30 Tage. Kommen in dieser Zeit neue Anzeigen dazu, rutscht deine in den Suchergebnissen nach unten.
Lohnt sich Premium für eine Handwerkerstelle?
Das zeigen nur deine eigenen Zahlen. Premium bringt laut Indeed unter anderem einen Platz auf der ersten Seite. Du kannst damit auch passende Bewerber einladen, zahlst aber mehr. Vergleich nach ein paar Wochen, was eine Einstellung mit und ohne Premium gekostet hat.
Schaltet Rheinwerk Personal Anzeigen auf Indeed?
Wir schalten Anzeigen für deine Stelle auf Facebook und Instagram. Fachkräfte für Schlüsselstellen sprechen wir persönlich an. Wie das abläuft, steht auf der Seite zum Social Recruiting.
Quellen
Jede Zahl auf dieser Seite hat eine Quelle. Hier steht, welche, mit Stand.

